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Outbound überhitzt: Wie Entscheider in Immobilien heute Anbieter finden
Kernaussagen
- 96 % der Makler nutzen Immobilienportale (plus 6 Prozentpunkte), und damit erstmals mehr als persönliche Netzwerke mit 90 % (ImmoScout24/Propstack, 350 Makler, Februar 2025)
- 65 % der Eigentumswohnungen in den zehn größten Städten werden auf ImmoScout24 von Maklern inseriert (Maklerquote Q4 2025)
- 74 % der Suchenden glauben, dass persönliche Kontakte bei der Wohnungssuche entscheidend sind (Scout24, 500 Befragte, März 2026)
- 50 % der Deutschen ab 16 Jahren nutzen KI-Chats mindestens gelegentlich für die Internetsuche (Bitkom, November 2025)
- Für Projektentwickler und Bestandshalter als B2B-Zielgruppe gibt es keine aktuelle Studie zur Anbietersuche
Kurzantwort: In der Immobilienbranche sind die Portale der größte Kanal und gleichzeitig die größte Abhängigkeit: 96 % der Makler nutzen sie, mehr als persönliche Netzwerke (90 %). Eigentümer, Investoren und Verwalter, die einen Makler oder Projektpartner suchen, fragen daneben zunehmend Suchmaschinen und KI-Assistenten: 50 % der Deutschen ab 16 Jahren nutzen KI-Chats mindestens gelegentlich für die Internetsuche. Wer als Immobilienunternehmen direkt angefragt werden will, braucht eigene Seiten für Eigentümer, Objekte, Referenzen und Region, die auch ohne Portal überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Portale lösen das Problem "Reichweite", erzeugen aber Abhängigkeit. Eine eigene Website schafft den Teil der Beziehung, den kein Portal dir gibt.
- In Immobilien kommt es auf Personen an: 74 % der Wohnungssuchenden halten persönliche Kontakte für entscheidend (Scout24).
- Outbound in der Eigentümerakquise bewegt sich rechtlich oft im Verbraucherbereich, wo Telefon- und E-Mail-Werbung eine vorherige ausdrückliche Einwilligung braucht.
- Für Projektentwickler, Bestandshalter und Investoren als Zielgruppe gibt es keine aktuelle Studie zur Anbietersuche. Das sagen wir offen.
- Ein Teil der nötigen Website-Inhalte ist rechtlich vorgeschrieben, etwa Energiekennwerte in Inseraten.
Dieser Ratgeber vertieft die Themensäule Outbound ist überhitzt: Warum Entscheider Anbieter über KI-Suchen finden. Die allgemeinen Quoten zu Cold Mail und LinkedIn stehen dort. Hier geht es darum, was in Immobilien anders ist: die Portalabhängigkeit, das Personengeschäft, die rechtlichen Besonderheiten und die Zielgruppen, die sich stark unterscheiden.
Zwei Märkte, die man nicht vermischen sollte
Unter "Immobilien" laufen zwei Zielgruppen, die unterschiedlich suchen.
Konsumenten-nahe Entscheider. Eigentümer, die verkaufen oder vermieten wollen, Kaufinteressenten, Erben. Sie sind rechtlich meist Verbraucher, fragen "Wie finde ich einen guten Makler in [Stadt]?" und entscheiden auf Basis von Bewertungen, Auftritt und persönlichem Eindruck. Für diese Gruppe passen die Bevölkerungsdaten: Laut Bitkom nutzen 50 % der Befragten ab 16 Jahren mindestens gelegentlich KI-Chats für die Internetsuche, 7 % überwiegend und 5 % ausschließlich. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es zwei Drittel (Bitkom, 1.156 Befragte, telefonisch, September bis Oktober 2025).
Professionelle Entscheider. Projektentwickler, Bestandshalter, Hausverwaltungen, Investoren, Kommunen, Unternehmen mit Flächenbedarf. Sie wählen Partner nach Referenzen, Kennzahlen und Bonität. Zum Recherche- und Auswahlverhalten dieser Gruppe liegt keine aktuelle Quelle vor. Was zählt, lässt sich nur aus allgemeinen B2B-Befunden ableiten: Laut Gartner bevorzugen 67 % der B2B-Käufer ein Kauferlebnis ohne Vertriebsmitarbeiter (März 2026), und laut 6sense haben 94 % der Buying Groups ihre Wunschanbieter vor dem Erstkontakt gerankt (6sense 2025). Beides sind branchenübergreifende Werte, keine Immobilienzahlen.
Die Konsequenz für diesen Ratgeber: Wo es Daten gibt, stammen sie überwiegend von Maklern, Portalen und Suchenden. Wir benennen deshalb bei jeder Zahl, für wen sie gilt.
Die Portalabhängigkeit in Zahlen
Die Daten der Portalbetreiber sind interessengeleitet, aber die einzigen, die es gibt. Wir markieren das.
Fast alle nutzen Portale. In der Befragung von ImmoScout24 und Propstack (350 Makler mit mindestens fünf Verkaufsobjekten pro Jahr, telefonisch im Februar 2025) nutzen 96 % der Makler Immobilienportale, ein Plus von 6 Prozentpunkten zum Vorjahr. Damit liegen Portale erstmals vor persönlichen Netzwerken mit 90 %. 79 % der Marketingausgaben fließen in Online-Kanäle (plus 3 Prozentpunkte), 21 % in Offline-Marketing. Makler nutzen im Schnitt mehr als drei Online-Kanäle gleichzeitig (Pressemitteilung vom 9. September 2025).
Die Maklerquote zeigt die Dichte. Auf ImmoScout24 werden in den zehn größten Städten Deutschlands 65 % der Eigentumswohnungen von Maklern inseriert (Q4 2025, Auswertung von 441.076 Eigentumswohnungen von 2020 bis 2025, ImmoScout24 und Sprengnetter, Medieninformation vom 15. Januar 2026). Die Quote misst nur, wer auf diesem einen Portal inseriert. Sie zeigt aber, dass Makler dort in großer Zahl um dieselben Suchenden konkurrieren.
Der Eigentümer ist das knappere Gut. 71 % der Makler setzen ihren Beratungsschwerpunkt auf Eigentümer (gleiche Befragung). Wenn viele Wettbewerber dieselben Eigentümer bewerben wollen, entsteht der Druck, den die Säule "Überhitzung" nennt. Das ist eine Schlussfolgerung aus zwei Befunden, keine gemessene Zahl zum Wettbewerb um Eigentümer.
Reichweite ist gemietet. ImmoScout24 selbst nennt rund 19 Millionen monatliche Nutzer in Deutschland (Eigenangabe in der Pressemitteilung vom 9. September 2025). Ob und wie stark die Portalkosten für Makler in den letzten Jahren gestiegen sind, ist nicht belegt.
Das heißt nicht, dass du Portale verlassen sollst. Die Zahlen zeigen: Wer nur dort sichtbar ist, hat einen Kanal, den er nicht kontrolliert, und seine Daten und Bewertungen liegen beim Portal.

Warum Outbound in Immobilien besonders heikel ist
Typischer Outbound in der Branche: Eigentümeranschreiben, Telefonakquise bei Eigentümern, Haustürwerbung, Anzeigen auf Meta und Google mit Bewertungsangebot, Flyer. Für Zahlen zu den Erfolgsquoten dieser Kanäle in Deutschland liegt keine belastbare Quelle vor. Belkins weist Branchenwerte für Bau, Finanzen, Gesundheit und Recht aus, aber nicht für Immobilien (Belkins, Cold Email Response Rates, 2025). Auch zu Klickpreisen für Immobilien-Anzeigen in Deutschland fehlt eine sauber belegte Reihe.
Was wir belegen können, ist das allgemeine Muster: Cold-Mail-Kampagnen mit 1.000 und mehr Empfängern erreichen 2,1 % Reply-Rate, kleine Kampagnen mit bis zu 50 Empfängern 5,8 % (Hunter, State of Cold Email 2025). Auf LinkedIn sank die Antwortquote auf Kontaktanfragen binnen zwölf Monaten von 3,5 % auf 2,2 % (Expandi, Mai 2025 bis April 2026). Beide Anbieter verkaufen Outreach-Software, und beide Studien stammen nicht aus dem Immobilienumfeld. Gartner meldet zusätzlich, dass 73 % der Käufer Anbieter meiden, die irrelevante Nachrichten schicken (Gartner, Juni 2025).
Der rechtliche Punkt, der in internationalen Zahlen fehlt
§ 7 UWG regelt die Ansprache per Telefon und E-Mail. Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern braucht eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, gegenüber sonstigen Marktteilnehmern reicht eine mutmaßliche. E-Mail-Werbung ist ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung stets unzumutbar, mit einer engen Ausnahme für Bestandskunden (§ 7 Abs. 2 und 3 UWG). Private Eigentümer sind in der Regel Verbraucher. Für die klassische Eigentümerakquise per Telefon oder Mail heißt das, dass die Rechtslage deutlich strenger ist als bei der Ansprache eines Geschäftsführers. Das ist keine Rechtsberatung, sondern ein Grund, die eigene Praxis prüfen zu lassen.
Daraus folgt kein Verbot jeder Eigentümeransprache. Briefe, Empfehlungen und Sichtbarkeit dort, wo Eigentümer selbst suchen, sind rechtlich weniger heikel. Das ist ein weiteres Argument dafür, dass der Eigentümer dich finden soll, statt dass du ihn störst.
Wie Eigentümer und Suchende wirklich entscheiden
In einer Scout24-Befragung von 500 Personen (März 2026) sagen 74 %, dass persönliche Kontakte bei der Wohnungssuche entscheidend sind, 69 % wollen frühzeitig wissen, welche Wohnungen bald frei werden, und 59 % finden ein Netzwerk zur Nachmieter-Empfehlung attraktiv. Die Befragung betrifft Wohnungssuchende, nicht Eigentümer, die einen Makler suchen. Das Muster lässt sich trotzdem übertragen: Beziehung und frühe Information zählen, nicht die schlichte Auflistung.
Für deine Website bedeutet das:
- Gesichter statt Logo. Teamseite mit Foto, Name, Zuständigkeit und Kontaktweg. Wer verkauft oder vermietet, will wissen, mit wem er spricht.
- Frühinformation anbieten. Vormerkliste oder Benachrichtigung für neue Objekte oder Projekte, passend zu den 69 %, die früh wissen wollen.
- Empfehlung sichtbar machen. Bewertungen, Referenzen mit Objektart und Ort, Empfehlungsmöglichkeit.
- Antwortgeschwindigkeit zusagen. Eine klare Aussage, wann der Eigentümer Rückmeldung erhält, wenn du sie halten kannst.
Was ein Assistent auf "Makler in [Stadt]" antwortet
Wir haben für diesen Ratgeber keine Auswertung, welche Quellen KI-Assistenten bei Maklerfragen in Deutschland zitieren, und möchten keine behaupten. Mach den Test selbst, bevor du Seiten baust.
Beispielprompts:
- "Wie finde ich einen guten Makler in [Stadt] für den Verkauf meiner Eigentumswohnung?"
- "Worauf muss ich bei einem Maklervertrag achten?"
- "Was ist meine Immobilie in [Stadtteil] ungefähr wert?"
- "Welche Projektentwickler bauen Eigentumswohnungen in [Region]?"
- "Wer verwaltet Mietshäuser in [Stadt] mit gutem Ruf?"
Stell die Fragen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode, jeweils mit leerem Verlauf. Halte fest: Wer wird genannt? Welche Quellen stehen darunter (Portale, Bewertungsseiten, Unternehmensseiten, Zeitungen)? Wenn Portale dominieren, ist das deine Baseline und deine Lücke. Die Methode steht im Beitrag KI-Sichtbarkeit messen.
Bei Google zeigt sich ein weiterer Effekt, den Ahrefs gemessen hat: Erscheint ein AI Overview, sinkt die Klickrate auf Platz 1 um rund 58 % (300.000 Keywords, Dezember 2025, Desktop, global, Ahrefs Update Februar 2026). Auch wenn du für "Makler [Stadt]" gut rankst, kommen weniger Klicks. Wichtig wird, in der Antwort genannt zu werden und ein Profil zu haben, das Vertrauen aufbaut.
Welche Seiten ein Immobilienunternehmen braucht
Die Säule enthält eine allgemeine Checkliste. Für Immobilien lohnt sich eine Aufteilung nach Zielgruppe.
| Zielgruppe | Typische Frage | Seite, die antworten muss | Beleg |
|---|---|---|---|
| Verkaufende Eigentümer | "Wie läuft ein Verkauf mit dir ab, was kostet es?" | Eigentümer-Einstieg: Ablauf, Bewertung, Kosten im Überblick | Ablaufgrafik, Referenzen mit Objektart, Bewertungen |
| Vermietende Eigentümer | "Kümmerst du dich um Mieterauswahl und Verwaltung?" | Vermietungs- und Verwaltungsseite | Leistungsumfang, Ansprechpartner |
| Kaufinteressenten | "Gibt es passende Objekte, was ist verfügbar?" | Objektliste, Objektseiten, Vormerkung | Vollständige Daten, Grundrisse, Energiekennwerte |
| Investoren, Partner | "Welche Projekte habt ihr realisiert?" | Projekt- und Referenzseiten, Investorenbereich | Projektdaten, Zeitplan, Status |
| Kommunen, Unternehmen | "Wer entwickelt Flächen in [Region]?" | Unternehmensseite, Leistungen für Gewerbe | Referenzen, Standorte |
Objektseiten mit Pflichtangaben. Für Inserate in kommerziellen Medien müssen bei vorliegendem Energieausweis Art des Ausweises, Energiekennwert, Energieträger, bei Wohngebäuden Baujahr und Energieeffizienzklasse genannt werden (§ 87 GEG, inzwischen im Gebäudemodernisierungsgesetz unter derselben Paragrafennummer geführt; Gesetzestext und Kommentar von Haus & Grund stehen in den Quellen). 2024 sind Klagen wegen fehlender Energieangaben in Inseraten belegt (Deutsche Umwelthilfe, siehe Quellen). Die Pflicht gilt nicht nur für das Portal, sondern auch für Objektseiten auf der eigenen Website. Fachquellen beschreiben für Anzeigen ab 2027 geänderte Angaben, die Darstellung unterscheidet sich je nach Quelle. Lass den Wortlaut deshalb vor dem Livegang der Objektseiten juristisch gegenlesen. Wie ein Objekt-CMS aufgebaut werden kann, zeigt die Seite Objektseiten im CMS.
Eigentümer-Einstieg mit Bewertungsangebot. Viele Eigentümer starten mit der Frage nach dem Wert. Ein einfaches Formular oder ein Rechner liefert den Einstieg ins Gespräch. Wichtig: Erklär, was die Bewertung leistet und was nicht, und frag nur die Daten ab, die du brauchst. Mehr zu Anfragestrecken im Ratgeber Immobilien-Website: mehr Anfragen.
Lokale Marktseiten. Eine Seite pro Stadt oder Stadtteil mit eigenen Daten (verkaufte Objekte, Nachfrage, Entwicklungen), die du tatsächlich belegen kannst. Keine Fantasiezahlen. Wo du keine eigenen Daten hast, lass die Seite weg.
Referenzen und Projekte. Objektart, Ort, Zeitraum, Aufgabe, Ergebnis. Wenn der Käufer den Rest über Bewertungsportale oder Zeitungen prüft, muss deine Seite dasselbe Bild zeichnen.
3D und Visualisierung. Für Projektentwickler im Vertrieb vor Baubeginn sind Visualisierungen ein Argument. Wie sie sich auf Websites sinnvoll einsetzen lassen, beschreibt der Ratgeber Immobilien-Website mit 3D und Zielgruppen.
Impressum und Datenschutz. Wer eine Erlaubnis nach § 34c GewO hat (Makler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer, Wohnimmobilienverwalter), nennt im Impressum zusätzlich zu den allgemeinen Angaben nach § 5 DDG die zuständige Erlaubnis- bzw. Aufsichtsbehörde, je nach Bundesland die IHK oder das Gewerbeamt (Beispiel: Merkblatt der IHK Karlsruhe zu Impressumspflichten für Erlaubnisinhaber). Welche Zusatzangaben für dein Gewerbe gelten, klärst du mit der zuständigen Stelle. Formulare mit Eigentümerdaten brauchen eine saubere Datenschutzinformation.
Portal oder eigene Website? Eine faire Einordnung
Beides hat Stärken. Die Tabelle fasst zusammen, was belegt ist und was Einschätzung.
| Kriterium | Portal | Eigene Website |
|---|---|---|
| Reichweite bei Suchenden | Sehr hoch (ImmoScout24 nennt rund 19 Mio. monatliche Nutzer, Eigenangabe) | Aufbau braucht Monate |
| Kontrolle über Auftritt und Daten | Gering, Regeln des Portals | Hoch |
| Beziehung zum Eigentümer | Eher über Inserat | Über Profil, Referenzen, Team |
| Sichtbarkeit in KI-Antworten | Unklar, nicht belegt | Direkt steuerbar, soweit Seiten gut sind |
| Kosten | Laufende Inseratskosten | Aufbau und Pflege, dann Bestand |
| Rechtliche Pflichtangaben | Portal gibt Felder vor | Selbst sicherstellen |
Die vernünftige Strategie ist selten "Portal oder Website", sondern: Portale für Reichweite bei Suchenden, die Website für Eigentümergewinnung, Beziehung und Nachweise.
Was du in 90 Tagen tun kannst
- Woche 1 bis 2: Test. Fünf bis zehn Fragen aus der Prompt-Liste in drei Assistenten, Ergebnisse protokollieren.
- Woche 3 bis 6: Eigentümer-Einstieg bauen. Ablauf, Bewertungsangebot, Team, Referenzen, Kontaktweg. Das ist die Seite, auf die Empfehlungen und KI-Antworten führen sollen.
- Woche 5 bis 9: Objekt- und Projektseiten prüfen. Pflichtangaben vollständig, Daten konsistent mit Portal und Impressum.
- Parallel: Eigentümer-Ansprache überdenken. Weniger Streuung, mehr Brief, Empfehlung und Sichtbarkeit. Telefon- und Mailakquise rechtlich prüfen lassen.
- Nach 90 Tagen: Auswerten. Kommen Anfragen mit Hinweis auf Suche, KI oder Empfehlung? Frag im Formular: "Wie bist du auf uns gekommen?"
Die Kosten pro Anfrage über die Kanäle kannst du mit dem Kosten-pro-Anfrage-Rechner mit eigenen Werten durchspielen.
Was du ohne Agentur selbst tun kannst
Test-Prompts, Bewertungen einholen, Google-Unternehmensprofil pflegen, Teamfotos und Referenztexte schreiben, die Fragen von Eigentümern sammeln: Das schafft jedes Maklerbüro intern. Externe Hilfe lohnt, wenn Objekte automatisch aus einer Software auf die Website kommen sollen (Schnittstellen, CRM), wenn mehrere Standorte oder Marken geführt werden oder wenn die bestehende Seite technisch nicht trägt. Letzteres siehst du am Seitenaufbau und an den Ladezeiten.
Wann Outbound in Immobilien trotzdem sinnvoll bleibt
- Off-Market und Netzwerk. Der Zugang zu Objekten und Investoren läuft häufig über Beziehungen. Persönliche Ansprache mit Vorbereitung ist hier nicht ersetzbar.
- Kleine, bekannte Zielgruppe. Bauträger, Landeigentümer oder Kommunen in deiner Region kennst du namentlich. Individuelle Ansprache ist effizienter als Sichtbarkeitsaufbau.
- Neues Quartier oder Projekt. Zum Marktstart braucht ein Projekt aktive Reichweite, auch über Ads und Portale.
- Briefe an Eigentümer in begrenzten Lagen. Rechtlich weniger heikel als Telefon oder Mail, wenn sie sauber gemacht sind.
Umgekehrt ist KI-Sichtbarkeit für Immobilien noch wenig vermessen. Die verfügbaren Studien sind branchenübergreifend, überwiegend aus den USA und teils von Anbietern mit eigenem Interesse.
Wie wir das umsetzen
Webwavers ist eine Premium-Agentur für Branding, Webdesign und Webentwicklung mit Standorten in Günzburg und München und einer von sieben Webflow Premium Partnern in Deutschland. Für Immobilienunternehmen entwickeln wir Markenauftritte und Websites. Ein Beispiel ist die Corporate Identity für Atoria Immobilien: ein reduziertes visuelles System, das Struktur, Präzision und Autorität vermitteln soll und auf Website, Broschüre, Briefpapier und Visitenkarten angewendet wurde. Welche Plattform passt (Webflow, WordPress, TYPO3 oder Headless), beraten wir neutral. Mehr zum Thema steht auf der Seite GEO und KI-Sichtbarkeit, der allgemeine Projektablauf auf der Seite Prozess.

Häufige Fragen
Funktioniert Kaltakquise bei Eigentümern noch?
Sie wird rechtlich und praktisch schwieriger. Private Eigentümer sind meist Verbraucher, bei denen Telefon- und E-Mail-Werbung eine vorherige ausdrückliche Einwilligung braucht (§ 7 UWG). Branchenspezifische Erfolgsquoten für Immobilien liegen nicht vor. Allgemein sinkt die Reply-Rate bei Masse: 2,1 % bei 1.000+ Empfängern, 5,8 % bei kleinen Kampagnen (Hunter).
Wie wichtig sind Immobilienportale für Makler?
Sehr wichtig. 96 % der befragten Makler nutzen Portale, mehr als persönliche Netzwerke mit 90 % (ImmoScout24 und Propstack, 350 Makler, Februar 2025). Die Abhängigkeit ist die Kehrseite: Reichweite, Regeln und Daten liegen beim Portal.
Suchen Eigentümer nach Maklern mit KI?
Belegt ist die allgemeine Nutzung: 50 % der Deutschen ab 16 Jahren nutzen KI-Chats mindestens gelegentlich für die Internetsuche (Bitkom, 2025). Eine Studie speziell zur Maklersuche über KI liegt nicht vor. Du kannst es für deine Stadt selbst testen.
Welche Angaben müssen auf Objektseiten stehen?
Bei vorliegendem Energieausweis müssen in kommerziellen Inseraten Art des Ausweises, Energiekennwert, Energieträger und bei Wohngebäuden Baujahr und Energieeffizienzklasse stehen. Die Norm steht inzwischen im Gebäudemodernisierungsgesetz unter derselben Paragrafennummer, für Anzeigen ab 2027 werden geänderte Angaben beschrieben. Lass Inserate vor der Veröffentlichung rechtlich gegenlesen.
Brauche ich als Makler überhaupt eine eigene Website, wenn ich Portale nutze?
Ja, wenn du Eigentümer gewinnen und eine eigene Marke aufbauen willst. Portale liefern Suchende, die Website liefert Vertrauen, Referenzen und den Einstieg für Eigentümer. 74 % der Suchenden glauben laut Scout24 an die Bedeutung persönlicher Kontakte, und die entstehen oft über Profil und Auftritt.
Gilt das auch für Projektentwickler und Bestandshalter?
Das Prinzip ja, die Belege sind dünner. Für professionelle Immobilienentscheider liegt keine aktuelle Studie zur Anbietersuche vor. Allgemeine B2B-Zahlen sprechen für Selbstrecherche (Gartner: 67 % bevorzugen einen Kauf ohne Vertriebsmitarbeiter), und Referenzen, Projektdaten und Kennzahlen sind dort die zentralen Belege.
Muss meine Makler-Website barrierefrei sein?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) nennt Immobiliendienstleistungen nicht ausdrücklich im Katalog des § 1. Ob deine Seite fällt, hängt vom Einzelfall ab (etwa Buchungstools oder Verträge mit Verbrauchern) und sollte juristisch geprüft werden. Barrierefreiheit ist unabhängig davon sinnvoll. Details im Beitrag BFSG und Website.
Fazit
In Immobilien ist die Überhitzung doppelt: Im Portal konkurrieren viele Makler um dieselben Suchenden, und die Ansprache von Eigentümern ist rechtlich und praktisch begrenzt. Gleichzeitig suchen Menschen zunehmend selbst, auch mit KI, und entscheiden nach Beziehung, Bewertung und Auftritt. Wer eine eigene Website mit Eigentümer-Einstieg, Team, Referenzen und vollständigen Objektseiten hat, wird eher direkt angefragt. Beginne mit einem Test: Frag drei Assistenten nach einem guten Makler in deiner Stadt und schau, ob du genannt wirst.
Unterstützung bei KI-Sichtbarkeit für Immobilienunternehmen
Wenn du wissen willst, wie dein Auftritt bei Eigentümerfragen in KI-Assistenten abschneidet, melde dich über die Kontaktseite. Einen Überblick über unsere Arbeit für die Branche gibt die Seite Immobilien.
Quellen
- ImmoScout24 und Propstack: Umfrage unter 350 Maklern (09.09.2025)
- ImmoScout24: Maklerquote Q4 2025 (15.01.2026)
- Scout24: Umfrage Wohnungssuche (März 2026)
- Bitkom: Internet-Suche im Wandel, die Hälfte nutzt KI-Chats (20.11.2025)
- Gartner: 67 % der B2B-Käufer bevorzugen ein Kauferlebnis ohne Vertrieb (09.03.2026)
- Gartner: 61 % der B2B-Käufer bevorzugen ein Kauferlebnis ohne Vertrieb (25.06.2025)
- 6sense 2025 B2B Buyer Experience Report, Pressemitteilung (12.11.2025)
- Hunter.io: The State of Cold Email 2025
- Expandi: LinkedIn Outreach Benchmarks 2026
- Belkins: Cold Email Response Rates (2025)
- Ahrefs: AI Overviews Reduce Clicks (Update, 02/2026)
- Gesetze im Internet: § 7 UWG, Unzumutbare Belästigungen
- Gesetze im Internet: § 87 GEG, Pflichtangaben in Immobilienanzeigen
- Haus & Grund: GModG, Pflichtangaben in Immobilienanzeigen (Kommentar)
- Deutsche Umwelthilfe: Klage wegen fehlender Energieangaben (29.02.2024)
- IHK Karlsruhe: Impressumspflichten für Erlaubnisinhaber nach § 34c GewO
- lxgesetze.de: § 87 GModG, Immobilienanzeigen
- Webwavers: Projekt Atoria Immobilien








