Plattformen & Migration
Wix, Squarespace, Jimdo oder Webflow: Welche Plattform trägt eine Firmenwebsite?
Kernaussagen
- Für eine kleine Firmenwebsite mit wenigen Seiten, einer Sprache und einfachen Formularen reicht ein Baukasten wie Wix, Squarespace oder Jimdo oft aus.
- Squarespace bietet laut einem Fachartikel (Stand Februar 2026) keine native Mehrsprachigkeit, Sprachversionen laufen über Drittwerkzeuge oder manuelle Doppelung mit hreflang.
- Beim Core-Web-Vitals-Vergleich 2025 bestanden mobil 74 % der Wix-Seiten und 45 % der WordPress-Seiten, für Jimdo und Webflow nennt der Web Almanac keine Quote.
- Ein Wechsel lohnt sich, wenn Seitenzahl, Sprachen, Tracking, Rollen oder SEO-Ziele die Grenzen des Baukastens erreichen, nicht aus Prinzip.
- Im gekennzeichneten Kostenbeispiel liegt der Baukasten in Eigenregie bei den Barkosten weit unten, die Eigenleistung gleicht den Abstand aber teilweise aus.
Kurzantwort: Für eine kleine Firmenwebsite mit wenigen Seiten, einer Sprache und einem einfachen Kontaktformular reicht ein Baukasten wie Wix, Squarespace oder Jimdo oft aus. Sobald du viele Leistungsseiten, mehrere Sprachen, sauberes Tracking, Rollen für mehrere Redakteure oder klare SEO-Ziele brauchst, stoßen Baukästen an Grenzen. Dann ist ein System mit CMS und Designfreiheit wie Webflow der bessere Unterbau. Behalten ist eine legitime Entscheidung, solange die Seite ihre Aufgabe erfüllt.
Das Wichtigste in Kürze:
- Entscheide anhand von fünf Fragen: Wie viele Seiten und Sprachen? Wie wichtig sind Tracking und Tests? Wer pflegt? Welche Rolle spielt SEO? Wie wichtig ist Design?
- Ein Baukasten ist günstig im Einstieg und schnell gebaut. Die Grenzen zeigen sich bei Wachstum, Mehrsprachigkeit und Individualisierung.
- Ein Umzug kostet Geld und birgt Rankingrisiken. Er lohnt sich, wenn die Grenzen real sind, nicht wegen des Bauchgefühls.
- Das Kostenbeispiel im Text ist gekennzeichnet und rechnet Geld und Eigenleistung getrennt.
- Am Ende steht ein Kostenbeispiel mit offenen Annahmen, das du mit deinen Zahlen nachrechnen kannst.
Inhalt
- Die fünf Fragen, die entscheiden
- Wix, Squarespace, Jimdo und Webflow im Überblick
- Preise und Pläne
- Wix oder Webflow für B2B mit vielen Leistungsseiten
- Squarespace: Stärken und Grenzen
- Jimdo: behalten oder wechseln?
- Mehrsprachigkeit, Tracking und Formulare
- SEO und Ladezeit
- Handwerk und Gewerbe
- Beispiel: Kosten über 3 Jahre
- Wann der Wechsel sich lohnt und wie er gelingt
- Wie wir das umsetzen
- Häufige Fragen
Die fünf Fragen, die entscheiden
Baukästen sind kein Fehler. Sie sind für bestimmte Aufgaben gebaut: eine Website schnell online bringen, mit überschaubaren Inhalten, ohne Entwickler. Für Firmenwebsites kommt es auf fünf Punkte an.
- Seitenzahl und Struktur. Reichen 5 bis 15 Seiten, oder brauchst du Dutzende Leistungs-, Branchen- und Ratgeberseiten mit einer Struktur, die sich wiederholt? Wiederholte Strukturen sind die Stärke eines CMS.
- Sprachen. Eine Sprache lässt sich in jedem Baukasten abbilden. Bei mehreren Sprachen entscheiden Technik, Pflegeaufwand und SEO-Signale.
- Tracking und Tests. Brauchst du Consent-Management, Conversion-Messung, saubere Ereignisse und Tests? Je mehr Kontrolle, desto wichtiger Zugriff auf Code und Tag-Management.
- Rollen. Wer pflegt Inhalte, wer gibt frei? Bei einem Team ab etwa fünf Personen brauchst du Rechte, die zu deiner Organisation passen.
- Design und Marke. Reicht eine Vorlage mit angepassten Farben, oder soll die Website deine Marke eigenständig tragen? Je höher der Anspruch, desto eher stößt eine Vorlage an Grenzen.
Wer diese Punkte ehrlich beantwortet, hat die Plattformfrage zur Hälfte gelöst.
Wix, Squarespace, Jimdo und Webflow im Überblick
| Kriterium | Wix | Squarespace | Jimdo | Webflow |
|---|---|---|---|---|
| Ausrichtung | Baukasten mit Editor und App-Markt | Baukasten mit Fokus auf Design-Vorlagen | Baukasten, deutscher Anbieter | visueller Website-Builder mit CMS |
| Typischer Nutzer | kleine Unternehmen, Selbständige | Kreative, kleine Unternehmen | Einsteiger, Kleinstunternehmen | Marketing-Teams, Agenturen, Mittelstand |
| Marktanteil (Web Almanac 2025, mobile Seiten) | rund 5,2 % | rund 3 % | im Kapitel nicht genannt | unter 2 % |
| Core Web Vitals mobil bestanden (2025) | 74 % (2024: 55 %) | keine Quote genannt, Verbesserung um etwa 8 % zum Vorjahr | nicht genannt | nicht genannt |
| CMS mit Collections und Referenzen | App-basiert | eingeschränkt | eingeschränkt | Kernfunktion |
| Mehrsprachigkeit | eigenes Produkt, Preis und Limits in Wix-Hilfe prüfen | nicht nativ, Drittwerkzeug oder Doppelung | im Creator-Tarif prüfen | Localize als Add-on |
| Zugriff auf eigenen Code | begrenzt, Business Elite mit Developer-Plattform | begrenzt | Creator mit Code-Funktionen | Custom Code im Head und Body, Interactions mit GSAP |
| Preislogik | Tarife, Jahreszahlung | Tarife, jährlich oder monatlich | Free, Pro, Business, Vorauszahlung 12 oder 24 Monate | Site-Plan plus Add-ons |
Quellen: HTTP Archive Web Almanac 2025: CMS, Wix, Squarespace, Jimdo Creator, Webflow Pricing, Collaborada zu Squarespace. Zeilen ohne Quelle sind allgemeine Einordnungen und sollten in der Hilfe des jeweiligen Anbieters geprüft werden.
Der Web Almanac weist darauf hin, dass seine Angaben zu Marktanteilen nicht in allen Abschnitten konsistent sind, die Figur nennt für Wix 2,8 % und Squarespace 1,5 %, der Text 5,2 % und etwa 3 %. Nimm die Prozente als Größenordnung, nicht als Messwert.

Preise und Pläne
Alle folgenden Preise sind Anbieterangaben von den Preisseiten, Stand 31.10.2026, in US-Dollar, ohne Steuern. Preise ändern sich, prüfe sie vor einer Entscheidung.
Wix nennt vier Tarife: Light (17,77 $ pro Monat, 2 GB Speicher, 2 Mitarbeitende), Core (29,77 $, 50 GB, 5), Business (39,77 $, 100 GB, 10) und Business Elite (unbegrenzter Speicher, 100 Mitarbeitende, erweiterte Entwicklerplattform). Die Preise gelten bei jährlicher Zahlung, werden im Voraus vollständig abgebucht und variieren laut Preisseite je nach Land (Stand Oktober 2026, Wix).
Squarespace staffelt Basic (25 $ monatlich oder 19 $ bei Jahreszahlung), Core (39 $ oder 29 $), Plus (65 $ oder 49 $) und Advanced (139 $ oder 99 $). Der Basic-Tarif enthält 2 Mitarbeitende, die anderen unbegrenzt. Eine kostenlose Domain gibt es nur bei Jahrestarifen im ersten Jahr und mit Verlängerung zum Standardpreis (Squarespace).
Jimdo bietet Creator Free, Pro und Business. Bei Pro und Business zahlst du im Voraus für 12 oder 24 Monate. Der Onlineshop umfasst bis zu 100 Produkte (Jimdo Creator, Stand Oktober 2026).
Webflow kostet im Site-Plan Basic (ohne CMS) 15 $ pro Monat und Premium (mit CMS, 20.000 Items) 25 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung. Mehrsprachigkeit (Localize) kostet 9 $ (1 bis 3 Sprachversionen) oder 29 $ (bis 10) pro Monat zusätzlich, Redakteurs-Zugänge 15 $ (Limited) oder 39 $ (Full) pro Monat (Webflow Pricing).
Die Listenpreise unterscheiden sich weniger, als man erwartet. Der echte Unterschied liegt in dem, was du für den Preis tun kannst, und in dem, was nach drei Jahren an Aufwand dahintersteckt.
Wix oder Webflow für B2B mit vielen Leistungsseiten
Die Frage kommt oft in dieser Form: B2B-Website mit vielen Leistungsseiten, Demo-Formular und Tracking, später mehr Seiten und Sprachen. Was spricht wofür?
Wix kann reichen, wenn die Website überschaubar bleibt (etwa 10 bis 20 Seiten), eine Sprache hat, das Team klein ist und das Formular einfach ist. Wix bringt viele Funktionen mit, vom Termin-Buchen bis zu einfachen Shops. Ein Pluspunkt: Wix hat sich bei der Ladezeit stark verbessert, 74 % der Wix-Seiten bestanden 2025 mobil die Core Web Vitals, nach 55 % im Vorjahr (HTTP Archive Web Almanac 2025).
Webflow ist die bessere Basis, wenn aus 15 Seiten bald 60 werden sollen, weil du Leistungen, Branchen und Anwendungsfälle als eigene Seiten aufbaust. Dann arbeitest du mit CMS-Collections: Ein Template, viele Seiten, Felder für Titel, Beschreibung, Bild und Verknüpfungen. Änderungen am Template wirken sofort überall. In einem Baukasten ohne CMS-Struktur pflegst du jede Seite einzeln, was bei 60 Seiten Zeit und Fehler kostet.
Tracking und Demo-Formular: Bei beiden Systemen kannst du Tag-Manager und Tracking-Skripte einbinden. Die Frage ist, wie sauber du Ereignisse (Formular-Absendung, Button-Klicks, Scrolltiefe) benennen und an dein CRM übergeben kannst und wie viel Kontrolle du über den Seitencode hast. Mache einen Test: Formular abschicken, Ereignis im Tag-Manager prüfen, Lead im CRM kontrollieren. Das zeigt dir in einer Stunde, ob die Plattform für dich reicht.
Mehrere Sprachen: Bei Wix gibt es dafür ein eigenes Multilingual-Produkt, prüfe in der Wix-Hilfe Limits, URL-Struktur und SEO-Signale. Bei Webflow läuft es über Localize mit eigenen URLs je Sprache.
Faustregel: Bis etwa 15 Seiten, eine Sprache, kein Wachstum geplant: Wix kann genügen. Bei Wachstum, mehreren Sprachen oder höherem Design- und Tracking-Anspruch: Webflow oder ein anderes CMS. Als Branchenbeispiel für einen B2B-Auftritt mit vielen Leistungsseiten findest du auf der Seite zu Beratung und Agenturen typische Anforderungen.
Squarespace: Stärken und Grenzen
Squarespace punktet mit gestalteten Vorlagen und sauberem Auftritt. Für Fotografen, Kreative, kleine Dienstleister und Portfolios ist es ein bewährter Weg.
Grenzen bei Firmenwebsites:
- Mehrsprachigkeit: Squarespace bietet keine native Mehrsprachigkeit. Der Artikel von Collaborada (veröffentlicht 8.12.2024, aktualisiert Februar 2026) nennt als Optionen ein Drittwerkzeug wie Weglot, manuell duplizierte Seiten oder eigenen Code, hreflang-Fehler seien bei manuellen Lösungen leicht möglich (Collaborada).
- Rollen: Der Basic-Tarif erlaubt 2 Mitarbeitende, größere Teams brauchen höhere Tarife (Squarespace).
- Karriereseite mit Bewerbungsformular: Eine einfache Seite mit Formular geht. Soll die Karriereseite Stellen strukturiert als CMS-Einträge führen, filterbar sein und Bewerbungen an ein Bewerbermanagement übergeben, wird es aufwendiger. Mehr zur Gestaltung steht im Ratgeber Karriereseite: mehr Bewerbungen.
- Individuelles Design: Vorlagen lassen sich anpassen. Sehr eigenständige Layouts, Animationen und Komponentensysteme sind schwerer.
Squarespace oder WordPress für eine Unternehmenswebsite? WordPress gibt dir mehr Kontrolle und Erweiterbarkeit, kostet aber Betrieb. Squarespace ist einfacher im Betrieb, hat weniger Spielraum. Wie sich Betrieb und Kosten bei WordPress, Webflow und TYPO3 unterscheiden, zeigt der Ratgeber Webflow oder WordPress: Betrieb und Gesamtkosten.
Squarespace behalten oder wechseln? Behalte, wenn die Seite wenige Seiten hat, eine Sprache, ihre Aufgabe erfüllt und das Team zufrieden pflegt. Wechsle, wenn mehrere Sprachen anstehen, die Seitenzahl wächst, das Design nicht mehr zur Marke passt oder Tracking und Tests mehr Kontrolle brauchen. Für den Umzug gibt es die Seite Squarespace zu Webflow.
Jimdo: behalten oder wechseln?
Jimdo ist ein deutscher Anbieter und bei Handwerk, Selbständigen und Vereinen verbreitet. Der Vorteil: einfacher Einstieg, deutsche Oberfläche, Zahlung in Euro. Zur Frage, ob Jimdo Rankings behindert, gibt es keine belastbare Studie, die wir zitieren könnten: Der Web Almanac 2025 nennt für Jimdo im CMS-Kapitel keine Core-Web-Vitals-Quote.
Wenn deine Firmenseite bei Google kaum gefunden wird, liegt das selten allein an Jimdo. Typische Ursachen:
- zu wenige Seiten mit eigenem Suchthema (eine einzige Leistungsseite statt einer pro Leistung),
- kein Google-Unternehmensprofil oder unvollständige Einträge,
- dünne Texte, fehlende Titel und Beschreibungen,
- keine Verlinkung zwischen den Seiten,
- keine Rückverweise von Verzeichnissen und Partnern.
Prüfe diese Punkte zuerst. Das kostet wenig und geht in jedem System. Wenn du danach merkst, dass dir die Struktur fehlt, um mehr Seiten sauber aufzubauen (zum Beispiel eine Seite je Leistung und Ort), oder dass dir Zugriff auf Titel, Schema und Weiterleitungen fehlt, ist ein Wechsel sinnvoll. Das Vorgehen beschreibt die Seite Jimdo zu Webflow. Die SEO-Grundlagen findest du bei Growth: SEO.
Mehrsprachigkeit, Tracking und Formulare
Drei Technikfelder entscheiden am häufigsten über den Wechsel.
Mehrsprachigkeit. Prüfe in jedem System, ob jede Sprache eine eigene URL bekommt, ob hreflang-Angaben automatisch gesetzt werden, ob Slugs übersetzt werden können und wie der Übersetzungsablauf aussieht. Nach Google brauchen lokalisierte Versionen eigene URLs und gegenseitige Verweise (Google: Lokalisierte Versionen). Squarespace löst das ohne Zusatzwerkzeug nicht nativ (siehe oben), Webflow über Localize, Wix und Jimdo über eigene Funktionen, deren Grenzen du in der jeweiligen Hilfe prüfen solltest.
Tracking und Einwilligung. Nach § 25 TDDDG braucht das Speichern von Informationen im Endgerät grundsätzlich eine Einwilligung (Gesetze im Internet). Ein Consent-Banner und sauber getrennte Tracking-Skripte gehören in jedem System dazu. Eine Übersicht liefert der Blogartikel DSGVO-konforme Website-Tools. Bei Baukästen prüfst du, ob Skripte vor der Einwilligung wirklich blockiert werden können.
Formulare und CRM. Teste mit einem Testlead, ob Felder, Pflichtangaben, Spam-Schutz und Übergabe an dein CRM funktionieren. Das gilt für Demo-Anfragen ebenso wie für Bewerbungen.
SEO und Ladezeit
Baukasten oder CMS: Für Google zählt, was ausgeliefert wird. Nach der Google-Dokumentation gelten für AI Overviews keine zusätzlichen Anforderungen, die Seite muss indexiert und snippetfähig sein (Google: AI features). Die Plattform entscheidet also indirekt, nämlich über die Frage, wie leicht du saubere Titel, Überschriften, Weiterleitungen, Schema und Ladezeiten pflegen kannst. Die vertiefte Betrachtung am Beispiel Webflow und WordPress steht im Ratgeber Webflow oder WordPress für SEO und KI.
Zur Ladezeit: Wix hat sich verbessert (74 % mobil bestanden), WordPress liegt bei 45 % (Web Almanac 2025). Eine Quote für Jimdo, Squarespace und Webflow nennt das Kapitel nicht. Miss deine eigene Seite in PageSpeed Insights und vergleiche die Werte mit den Grenzwerten aus web.dev.
Handwerk und Gewerbe
Für Handwerksbetriebe, Kfz-Werkstätten, Salons und ähnliche Betriebe ist ein Baukasten oft ein vernünftiger Anfang. Entscheidend ist nicht das System, sondern ob die Seite lokal gefunden wird: Leistungsseiten pro Angebot, Einsatzgebiet, Google-Unternehmensprofil, Bewertungen, Telefonnummer und Anfahrt sichtbar, Formular einfach.
Wenn der Betrieb wächst (mehrere Standorte, viele Leistungen, Stellenanzeigen, Referenzen), wird die Seitenstruktur zum Thema. Dann hilft ein CMS mit wiederverwendbaren Vorlagen. Beispiele für Handwerksseiten und die Besonderheiten bei lokaler Sichtbarkeit findest du auf der Seite Handwerk. Alternativen zu Jimdo und Wix gibt es für Betriebe in jeder Größe, von einfachen Baukästen bis zu Agentur-Lösungen. Im Blogartikel Agentur oder Baukasten: Optionen im Vergleich steht, wie du die Optionen gegeneinander abwägst.
Beispiel: Kosten über 3 Jahre
Gekennzeichnetes Rechenbeispiel, keine Marktstatistik. Die Zahlen sind eine Modellrechnung mit offenen Annahmen. Deine Kosten können deutlich abweichen. Plan-Preise von den Anbieterseiten (Stand 31.10.2026, US-Dollar, Umrechnung mit dem Annahmewert 0,90 € je Dollar). Die Agenturspanne ist eine Marktangabe, kein Angebot einer bestimmten Agentur.
Fragestellung: Squarespace in Eigenregie gegen eine Webflow-Seite, die eine Agentur aufbaut. Firmenwebsite mit 8 Seiten, einer Sprache, 2 Redakteuren.
Annahmen:
- Squarespace Core bei Jahreszahlung: 29 $ pro Monat (Squarespace), das sind 313 € pro Jahr.
- Webflow Premium: 25 $ pro Monat (Webflow Pricing), das sind 270 € pro Jahr, ohne zusätzliche Zugänge.
- Agenturaufbau für 5 bis 10 Seiten: 5.000 bis 12.000 € (adfera).
- Eigenaufbau Squarespace: 80 Stunden (Annahme, angelehnt an die 60 bis 110 Stunden, die adfera für Agenturarbeit bei dieser Seitengröße nennt).
- Pflege für beide: 3 Stunden pro Monat, also 108 Stunden in 36 Monaten (Annahme).
- Interner Stundenwert: 60 € (Annahme). Wer seine Zeit anders bewertet, ändert das Ergebnis.
| Posten über 3 Jahre | Squarespace in Eigenregie | Webflow mit Agentur |
|---|---|---|
| Plan | 940 € (3 × 313 €) | 810 € (3 × 270 €) |
| Aufbau, Barkosten | 0 € | 5.000 bis 12.000 € |
| Aufbau, Eigenleistung (80 Std. à 60 €) | 4.800 € | 0 € |
| Pflege, Eigenleistung (108 Std. à 60 €) | 6.480 € | 6.480 € |
| Barkosten gesamt | 940 € | 5.810 bis 12.810 € |
| Inklusive bewerteter Eigenleistung | 12.220 € | 12.290 bis 19.290 € |
Was das Beispiel zeigt:
- Bei den Barkosten ist der Baukasten in Eigenregie klar günstiger.
- Rechnest du die eigene Zeit mit, rückt die Agenturlösung am unteren Rand der Spanne fast gleichauf, weil Aufbauzeit entfällt.
- Das Beispiel sagt nichts über Qualität. Eine Agentur liefert Positionierung, Design, Struktur und SEO-Grundlagen, die du im Eigenbau erst lernen müsstest. Ein Baukasten in Eigenregie liefert dagegen volle Kontrolle bei minimalem Budget.
- Nicht enthalten ist ein möglicher späterer Umzug. Wächst die Website über die Grenzen des Baukastens hinaus, kommt ein Migrationsprojekt dazu, in der Größenordnung einer neuen Website.
Langfristig günstiger ist deshalb, was zum Wachstum passt. Bleibt die Website klein, ist der Baukasten günstiger. Wächst sie, spart ein früher Start auf einem CMS spätere Umzugskosten.
Wann der Wechsel sich lohnt und wie er gelingt
Wechselsignale:
- Du brauchst mehrere Sprachen oder bald deutlich mehr Seiten.
- Das Design passt nicht mehr zur Marke, und Vorlagen lassen sich nicht weit genug anpassen.
- Tracking, Tests oder Integrationen scheitern an fehlendem Zugriff.
- Mehrere Redakteure arbeiten mit unterschiedlichen Rechten.
- Die Seite wird trotz sauberer Inhalte schlecht gefunden und du kannst Struktur, Weiterleitungen oder Schema nicht anpassen.
Gegen den Wechsel spricht:
- Die Seite erfüllt ihre Aufgabe und bringt Anfragen.
- Das Team pflegt sie gerne und sicher.
- Das Budget fehlt und es gibt wichtigere Aufgaben.
- Rankings sind gut und ein Umzug würde sie unnötig gefährden.
Wenn du wechselst: Der entscheidende Teil ist das Weiterleitungs-Mapping: Jede alte URL muss per 301 auf die passende neue zeigen. Google beschreibt den Ablauf eines Seitenumzugs mit URL-Änderungen (Google: Seitenumzug) und rechnet mit vorübergehenden Schwankungen. Alle Schritte von Redirects bis Rollback stehen in der CMS-Migration Checkliste. Hinweise zum Vergleich von Angeboten gibt der Ratgeber Webagentur-Angebot vergleichen.
Zu Webflow kommt ein Punkt, den viele übersehen: Webflow ist ein gehostetes System. Wie bei Wix und Squarespace hängt die Seite an der Plattform, ein späterer Wechsel ist ein Projekt. Wie das aussieht, beschreibt die Seite Webflow zu WordPress. Wenn du Eigentum am Code und der Infrastruktur brauchst, ist ein Open-Source-System die richtige Richtung.
Wie wir das umsetzen
Webwavers ist Webflow Premium Partner und setzt auch WordPress, TYPO3 und Headless-Lösungen um. Wir haben ein Eigeninteresse an Umzügen, das wir offen nennen, und raten deshalb auch zum Bleiben, wenn die Seite ihre Aufgabe erfüllt. Laut unserer Prozessseite beginnt jedes Projekt mit einem unverbindlichen Erstgespräch und einem Onboarding mit 34 Strategiefragen, danach folgen drei Moodboards und die ersten drei Sektionen in Figma. Beim Launch gibt es eine persönliche Einschulung, damit dein Team Inhalte selbst pflegen kann. Für Umzüge gibt es die Seiten Wix zu Webflow, Jimdo zu Webflow und Squarespace zu Webflow, allgemein die Webflow-Agentur.
Nächster Schritt: Schick uns über die Kontaktseite die Adresse deiner Website und die Frage, was dich stört. Daraus ergibt sich meist, ob Behalten oder Wechseln sinnvoll ist.

Häufige Fragen
Wix oder Webflow für eine B2B-Website mit vielen Leistungsseiten?
Bei bis zu etwa 15 Seiten und einer Sprache kann Wix reichen. Wenn aus 15 bald 60 Seiten werden, ist Webflow mit CMS-Collections die bessere Basis, weil ein Template viele Seiten speist und Änderungen überall wirken.
Beste Alternativen zu Wix für eine Firmenwebsite?
Squarespace und Jimdo bleiben im Baukasten-Umfeld, mehr Spielraum bieten Webflow, WordPress oder TYPO3. Welche passt, hängt von Seitenzahl, Sprachen, Tracking, Team und Design ab, siehe die fünf Fragen oben.
Was ist für eine B2B-Website mit Demo-Formular und Tracking flexibler, Wix, Squarespace oder Webflow?
Flexibler ist, wer dir mehr Zugriff auf Code, Tag-Manager und Ereignisse gibt. Webflow erlaubt Custom Code und freie Struktur, bei Baukästen ist der Zugriff begrenzt. Prüfe mit einem Testlead, ob Formular, Ereignis und CRM-Übergabe sauber laufen.
Wix oder Webflow, wenn wir in den nächsten Jahren deutlich mehr Seiten und Sprachen brauchen?
Dann spricht mehr für Webflow oder ein anderes CMS. Wix hat ein Multilingual-Produkt, dessen Limits du prüfen musst. Webflow arbeitet mit Localize, 9 $ pro Monat für 1 bis 3 Sprachversionen und 29 $ für bis zu 10.
Jimdo behalten oder auf Webflow wechseln, wenn unsere Firmenseite bei Google kaum gefunden wird?
Prüfe zuerst Inhalte, Seitenstruktur, Google-Unternehmensprofil und Verlinkung, das geht in jedem System. Wechseln lohnt sich, wenn dir Zugriff auf Struktur, Weiterleitungen und Schema fehlt oder du viele Seiten sauber aufbauen willst.
Squarespace oder WordPress für eine Unternehmenswebsite mit Karriereseite und Bewerbungsformular?
Für eine einfache Karriereseite genügt Squarespace. Soll sie Stellen strukturiert führen, filterbar sein und Bewerbungen übergeben, sind WordPress oder ein CMS wie Webflow flexibler. WordPress verlangt dafür mehr Betriebsaufwand.
Squarespace in Eigenregie oder mit Agentur, was ist langfristig günstiger?
Bei den Barkosten ist Eigenregie günstiger. Mit bewerteter Eigenleistung rückt die Agenturlösung näher, wie das Kostenbeispiel zeigt. Langfristig günstiger ist das, was zum Wachstum passt, denn ein späterer Umzug kostet.
Fazit
Ein Baukasten ist für kleine Firmenwebsites eine ehrliche Lösung, kein Notbehelf. Die Grenzen liegen bei Seitenzahl, Sprachen, Tracking, Rollen und Design. Ein Wechsel lohnt sich, wenn diese Grenzen real sind, und gelingt mit sauberem Weiterleitungsplan. Beantworte die fünf Fragen, rechne mit offenen Annahmen und entscheide dann.
Veröffentlicht am 31.10.2026 von Edip Kilinc, Gründer von Webwavers. Zuletzt aktualisiert am 31.10.2026. Preis- und Limitangaben der Anbieter: Stand 31.10.2026, bitte vor Entscheidungen auf den Anbieterseiten prüfen.
Quellen
- Wix: Premium-Tarife (Stand 31.10.2026)
- Squarespace: Pricing (Stand 31.10.2026)
- Jimdo: Creator-Pakete
- Webflow: Pricing (Stand 31.10.2026)
- HTTP Archive Web Almanac 2025: CMS
- Collaborada: Squarespace Multilingual Sites
- adfera: Website-Kosten-Report 2026
- Google: Lokalisierte Versionen und hreflang
- Google: Seitenumzug mit URL-Änderungen
- Google: AI features und deine Website
- web.dev: Core Web Vitals
- PageSpeed Insights
- Gesetze im Internet: § 25 TDDDG








