SEO & Sichtbarkeit
GEO-Fallstudie: Wie wir Webwavers in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews sichtbar machen
Kernaussagen
- Wir haben 804 echte Suchfragen gesammelt, in 148 Themen geclustert und daraus 53 Ratgeber, 21 Fachseiten und 3 Rechner gebaut
- 350 Prompts tracken wir täglich in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews
- In der ersten Messung (Stand 01.11.2026) über alle 350 Prompts und 1.398 KI-Antworten war Webwavers in 17,7 Prozent sichtbar, bei ChatGPT in 28,7 Prozent
- Wenn Webwavers genannt wird, dann im Schnitt an Position 2,0 und in 62 Prozent der Fälle als Erstes
- Die neuen Inhalte waren zum Messzeitpunkt noch nicht live, die Zahlen sind unsere Ausgangsbasis
Von Edip Kilinc, Gründer von Webwavers. Veröffentlicht am 01.11.2026, zuletzt aktualisiert am 01.11.2026. Lesezeit: ca. 8 Minuten.
Das Wichtigste in Kürze
Wir wenden GEO (Generative Engine Optimization) zuerst bei uns selbst an, bevor wir es Kunden empfehlen. Diese Fallstudie zeigt unser Vorgehen Schritt für Schritt und die Zahlen der ersten Messung. Sie ist bewusst eine Ausgangsbasis: Die neuen Inhalte waren zum Messzeitpunkt noch nicht veröffentlicht. Wir aktualisieren die Zahlen, sobald sie live sind und genug Messtage vorliegen.
- 804 echte Suchfragen gesammelt, in 148 Themen geclustert, pro Thema eine starke Seite statt einer Seite pro Frage.
- 53 Ratgeber, 21 Fachseiten und 3 Rechner geschrieben, recherchiert, mit Quellen belegt und unabhängig geprüft, dazu eine englische Fassung.
- 350 Prompts täglich gemessen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.
- Erste Messung, Stand 01.11.2026, über 1.398 KI-Antworten: Webwavers in 17,7 Prozent sichtbar, bei ChatGPT in 28,7 Prozent.
- Wenn Webwavers genannt wird, dann im Schnitt an Position 2,0, in 62 Prozent der Fälle als erste Agentur.
Inhaltsverzeichnis
- Warum wir das an uns selbst testen
- Schritt 1: Prompts sammeln
- Schritt 2: Clustern statt Einzelseiten
- Schritt 3: Inhalte, die KI zitieren kann
- Schritt 4: Technik und Struktur
- Schritt 5: Quellen außerhalb der Website
- Schritt 6: Messen, aber richtig
- Die Zahlen der ersten Messung
- Was wir daraus gelernt haben
- Was du für deine Firma mitnehmen kannst
- FAQ
Warum wir das an uns selbst testen
Entscheider recherchieren Anbieter heute zunehmend über KI-Assistenten. Laut Gartner haben 45 Prozent der B2B-Käufer beim letzten Kauf generative KI genutzt, vor allem für die Anbieter- und Produktrecherche (Gartner, Mai 2026). 67 Prozent bevorzugen einen Kauf ohne Vertriebsmitarbeiter (Gartner, März 2026). Wer in diesen Antworten nicht vorkommt, wird gar nicht erst angefragt.
Für GEO gibt es aber keine Garantie und kaum belastbare Erfahrungswerte. Deshalb testen wir jede Methode zuerst an unserer eigenen Website. Was hier funktioniert, setzen wir bei Kunden ein. Was nicht funktioniert, lassen wir weg.
Schritt 1: Prompts sammeln
GEO beginnt nicht mit Keywords, sondern mit Fragen. Wir haben zuerst gesammelt, was potenzielle Kunden KI-Assistenten tatsächlich fragen. Dafür haben wir Prompt-Daten aus einem Tool für KI-Sichtbarkeit, Keyword-Daten aus SEO-Tools und echte Fragen aus Erstgesprächen kombiniert.
Herausgekommen sind 804 Prompts. Sie reichen von "Welche Webflow-Agentur in München kannst du empfehlen?" über "Was kostet ein Website-Relaunch im Mittelstand?" bis zu sehr konkreten Fragen wie "Wir sind ein Maschinenbauer und brauchen einen Produktkatalog mit Datenblättern in mehreren Sprachen. Welche Agentur setzt so etwas zuverlässig um?"
Jeden Prompt haben wir einer Phase zugeordnet: Problem verstehen, Lösungen vergleichen, Anbieter suchen oder Anbieter prüfen. Das ist wichtig, weil eine Vergleichsfrage eine andere Seite braucht als eine Empfehlungsfrage.
Schritt 2: Clustern statt Einzelseiten
Eine Seite pro Prompt wäre der schnellste Weg zu dünnem Inhalt. Google bewertet massenhaft erzeugte Seiten ohne eigenen Nutzen als Spam, und auch KI-Systeme zitieren lieber eine gründliche Seite als zehn ähnliche.
Wir haben die 804 Prompts deshalb in 148 Themencluster gruppiert. Pro Cluster haben wir entschieden:
| Ergebnis | Anzahl Cluster | Was wir gemacht haben |
|---|---|---|
| Neuer Ratgeber oder Vergleich | 62 | ausführlicher Artikel mit Quellen, Tabellen und FAQ |
| Neue Branchen- oder Leistungsseite | 14 | Fachseite mit Beispielen aus der Branche |
| Rechner | 3 | interaktiver Rechner mit offengelegter Methode |
| Bestehende Seite | 45 | nur interne Links ergänzt |
| Außerhalb der Website | 16 | Verzeichnisse und Bewertungsportale |
| Karriere, Glossar, FAQ und Sonstiges | 8 | eigene Seiten, ein Platzhalter, zwei verworfen |
Einige Cluster haben wir zu einem gemeinsamen Ratgeber zusammengelegt, deshalb sind es am Ende 53 Ratgeber. Zu den 21 Fachseiten zählen neben Branchen- und Leistungsseiten auch Karriere- und FAQ-Seiten. Die Tabelle zeigt außerdem, was wir bewusst nicht gemacht haben: Rund ein Drittel der Themen deckt eine bestehende Seite schon ab. Dort reichen bessere interne Links.
Schritt 3: Inhalte, die KI zitieren kann
KI-Assistenten übernehmen am liebsten klare, überprüfbare Aussagen. Für jede neue Seite galten deshalb feste Regeln:
- Die Antwort steht im ersten Absatz, nicht am Ende.
- Jede Zahl hat eine Quelle, und die Quelle ist verlinkt.
- Kernaussagen stehen als kurze Liste ganz oben.
- Vergleiche sind neutral. Wir bieten Webflow, WordPress, TYPO3 und Headless an und empfehlen, was zum Projekt passt.
- Kosten nennen wir als Marktspanne mit Quelle, nicht als Lockangebot.
- Jede Seite hat FAQ mit direkten Antworten.
Jeder Text wurde recherchiert, geschrieben und danach in einer zweiten, unabhängigen Prüfung gegen diese Regeln kontrolliert. Erst dann ging er ins CMS. So sind 53 Ratgeber, 21 Fachseiten und 3 Rechner entstanden, zum Beispiel der Rechner für Kosten pro Anfrage oder der Ratgeber zur Auswahl einer GEO-Agentur.
Schritt 4: Technik und Struktur
Gute Inhalte helfen nur, wenn Crawler sie finden und verstehen. Bei uns gehört dazu:
- Jede Seite ist ohne JavaScript lesbar, der Text steht im HTML.
- Strukturierte Daten (JSON-LD) für Artikel, FAQ, Breadcrumbs und Organisation.
- Ein Inhaltsverzeichnis mit funktionierenden Sprungmarken, damit Antworten auf einzelne Abschnitte verlinken können.
- Eine saubere Sitemap und Weiterleitungen für alte URLs. Allein aus der Backlink-Analyse kamen 33 alte Adressen, die wir per 301 auf passende neue Seiten umgeleitet haben.
- Eine englische Fassung mit eigenen URLs und korrekten hreflang-Angaben.
- Eine llms.txt als kleiner Zusatz. Laut John Mueller von Google nutzte im Juni 2025 kein KI-System diese Datei aktiv (Search Engine Roundtable), sie kostet aber kaum Aufwand.
Schritt 5: Quellen außerhalb der Website
Bei Empfehlungsfragen zitieren KI-Assistenten oft nicht die Agentur selbst, sondern Vergleichsportale und Bestenlisten. In unserer Messung tauchen Bewertungsplattformen und Agenturverzeichnisse regelmäßig als Quellen auf, oft häufiger als die Websites der Agenturen.
Deshalb gehört die Pflege dieser Profile zur GEO-Arbeit: vollständige Angaben, aktuelle Leistungen, echte Bewertungen von Kunden. Welche Portale zählen, zeigt die Quellenauswertung des Trackings. Die unterscheiden sich je nach Branche stark.
Schritt 6: Messen, aber richtig
Wir messen täglich 350 Prompts in drei Systemen: ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews. Dabei trennen wir vier Kennzahlen, die oft vermischt werden:
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| Sichtbarkeit | Anteil der Antworten, in denen Webwavers genannt oder webwavers.de als Quelle verlinkt ist |
| Erwähnungsrate | Anteil der Antworten, die Webwavers im Text nennen |
| Zitierrate | Anteil der Antworten, die webwavers.de als Quelle verlinken |
| Position | an welcher Stelle Webwavers unter allen genannten Anbietern steht |
Wichtig: KI-Antworten schwanken. Dieselbe Frage kann heute eine andere Antwort bekommen als morgen. Aussagekräftig sind deshalb nur Werte über viele Antworten und mehrere Tage, nie ein einzelner Screenshot.
Die Zahlen der ersten Messung
Die erste Messung über alle 350 Prompts hat den Stand 01.11.2026 und umfasst 1.398 KI-Antworten. 50 Kernprompts laufen seit dem 30.10., die übrigen 300 hatten ihren ersten Durchlauf am 01.11. Zu diesem Zeitpunkt waren die neuen Ratgeber und Fachseiten noch nicht veröffentlicht. Die Werte zeigen also, wie sichtbar Webwavers mit der bisherigen Website war.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Sichtbarkeit gesamt | 17,7 % |
| Erwähnungsrate | 15,9 % |
| Zitierrate webwavers.de | 15,6 % |
| Sichtbarkeit in ChatGPT | 28,7 % |
| Sichtbarkeit in Google AI Overviews | 14,0 % |
| Sichtbarkeit in Perplexity | 10,2 % |
| Durchschnittliche Position, wenn genannt | 2,0 |
| Als erste Agentur genannt | 62 % der Nennungen |
| Unter den ersten drei genannt | 83 % der Nennungen |
Spannender als der Durchschnitt ist die Verteilung:
- Bei allen 21 Fragen nach Webwavers selbst ("Ist Webwavers eine gute Agentur?") sind wir sichtbar, meist mit Quellen direkt von unserer Website.
- Bei Branchenfragen wie Websites für Luftfahrt oder Energie werden wir in rund 57 Prozent der Antworten genannt, bei "Webflow-Agentur in München" in 86 Prozent.
- Bei Themen, zu denen es bisher keine eigene Seite gab, etwa laufende SEO-Betreuung, GEO oder Conversion-Optimierung, lagen wir nahe null. Genau diese Themen decken die neuen Inhalte ab.
Unter allen Marken, die in den Antworten im Text genannt werden, hat Webwavers die höchste Erwähnungsrate, auch weil 21 der 350 Prompts direkt nach Webwavers fragen. Vergleichsportale liegen bei der Sichtbarkeit teils davor, weil sie häufig als Quelle verlinkt werden, im Text aber selten genannt sind.
Was wir daraus gelernt haben
- Ohne Seite keine Sichtbarkeit. Wo eine passende Seite existiert, werden wir genannt. Wo keine existiert, praktisch nie. Das klingt banal, ist aber der wichtigste Befund.
- Die Systeme unterscheiden sich stark. In ChatGPT sind wir fast dreimal so oft sichtbar wie in Perplexity. Wer nur in einem System misst, sieht nur einen Ausschnitt.
- Portale sind Gatekeeper. Bei breiten Empfehlungsfragen entscheiden Verzeichnisse und Bestenlisten mit. Ohne gepflegte Profile fehlt ein Teil der Antworten.
- Wenn genannt, dann weit vorne. Mit Position 2,0 und 62 Prozent Erstnennung ist nicht die Platzierung das Problem, sondern die Zahl der Themen, in denen wir vorkommen.
Die nächste Auswertung machen wir, wenn die neuen Seiten einige Wochen live und indexiert sind. Dann vergleichen wir dieselben 350 Prompts mit dieser Ausgangsbasis.
Was du für deine Firma mitnehmen kannst
- Starte mit 20 bis 40 Fragen, die deine Kunden wirklich stellen, und miss sie in mehreren Systemen. Das ist deine Basislinie.
- Prüfe für jede Frage: Gibt es auf deiner Website eine Seite, die sie direkt beantwortet?
- Baue lieber eine gründliche Seite pro Thema als viele dünne.
- Belege Zahlen mit Quellen und schreib die Antwort an den Anfang.
- Pflege die Portale, die in deiner Branche als Quelle auftauchen.
- Miss über Wochen, nicht über einzelne Antworten.
Wenn du das nicht selbst machen willst: Wir übernehmen GEO als laufende Leistung, von der Basislinie über Inhalte bis zur Messung. Wie du eine Agentur dafür auswählst, steht im Ratgeber GEO-Agentur auswählen, und ob sich ein Retainer oder ein Einmalprojekt lohnt, im Vergleich SEO und GEO: Retainer oder Einmalprojekt.
FAQ
Was ist GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Ziel ist, dass dein Unternehmen in Antworten von KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Google AI Overviews genannt und als Quelle verlinkt wird.
Wie misst Webwavers KI-Sichtbarkeit?
Mit 350 festen Prompts, die täglich in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews abgefragt werden. Wir werten getrennt aus, ob Webwavers im Text genannt, als Quelle verlinkt und an welcher Stelle wir stehen.
Wie sichtbar ist Webwavers in KI-Antworten?
In der ersten Messung (Stand 01.11.2026, alle 350 Prompts) war Webwavers in 17,7 Prozent von 1.398 KI-Antworten sichtbar, in ChatGPT in 28,7 Prozent. Wenn wir genannt werden, dann im Schnitt an Position 2,0.
Warum sind die neuen Inhalte noch nicht in den Zahlen?
Weil die erste Messung bewusst vor der Veröffentlichung lief. So haben wir eine saubere Ausgangsbasis und können später zeigen, was die neuen Seiten verändern.
Kann man Nennungen in ChatGPT garantieren?
Nein. Niemand steuert, was ein Sprachmodell ausgibt. Man kann nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, mit guten Inhalten, sauberer Technik und gepflegten externen Quellen.
Wie lange dauert es, bis GEO wirkt?
Das hängt davon ab, wie schnell neue Seiten gecrawlt und indexiert werden und wie oft die Systeme ihre Quellen aktualisieren. Erste Veränderungen sind oft nach einigen Wochen messbar. Wir zeigen unsere eigenen Werte, sobald sie vorliegen.
Fazit
GEO ist kein Trick, sondern Fleißarbeit mit System: echte Fragen sammeln, sauber clustern, belegte Inhalte bauen, Technik und Portale pflegen und ehrlich messen. Unsere Ausgangsbasis zeigt, dass wir dort, wo es eine passende Seite gibt, weit vorne genannt werden. Jetzt geht es darum, die Zahl dieser Themen zu vergrößern. Wir halten diese Fallstudie mit neuen Messwerten aktuell.
Quellen
- Gartner: 67 Prozent der B2B-Käufer bevorzugen einen Kauf ohne Vertriebsmitarbeiter, 09.03.2026
- Gartner: 69 Prozent der B2B-Käufer validieren KI-Erkenntnisse beim Vertrieb, 20.05.2026
- Google: Spam Policies for Google Web Search
- Google: AI features and your website
- Search Engine Roundtable: Google zu llms.txt, Juni 2025
- Eigene Messung Webwavers: 350 Prompts, ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews, Stand 01.11.2026 (50 Kernprompts seit 30.10.), 1.398 Antworten
Änderungslog: Veröffentlicht am 01.11.2026 mit der Ausgangsmessung. Nächste Aktualisierung nach Veröffentlichung der neuen Inhalte.








