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Strategie

Website-Betreuung: was laufende Kosten wirklich abdecken

Hosting, Wartung, Pflege: was in laufenden Website-Kosten wirklich steckt.

Published:

28. September 2026

Updated:

29. September 2026

4 Min.

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Gläsernes Browserfenster mit Schutzschild neben WerkzeugenGläsernes Browserfenster mit Schutzschild neben Werkzeugen

Key takeaways

  • Laufende Kosten teilen sich in drei Blöcke: Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung. Nur der erste ist unvermeidbar.
  • Realistisch sind 50 bis 400 Euro im Monat, je nachdem, was tatsächlich enthalten ist.
  • Der Posten, der am häufigsten fehlt, ist die Reaktionszeit im Störfall.
  • Eine Website ohne Wartung ist nach zwei Jahren ein Sicherheitsrisiko, kein Kostenvorteil.

Die drei Blöcke

Betrieb. Domain, Hosting, SSL-Zertifikat, E-Mail. Das sind die Kosten, die anfallen, damit die Seite überhaupt erreichbar ist. Bei einer Unternehmenswebsite realistisch 10 bis 60 Euro im Monat, je nach Plattform und Besucherzahl.

Wartung. Aktualisierungen, Sicherheitsprüfungen, Sicherungen, Funktionskontrolle, Behebung von Fehlern. Bei einem Baukasten oder einer gehosteten Plattform fällt ein Teil davon weg, bei einem selbst betriebenen System nicht.

Weiterentwicklung. Neue Seiten, Textänderungen, neue Bilder, Anpassungen an neue Angebote. Das ist der einzige Block, der optional ist, und der, der über die Lebensdauer entscheidet.

Die Summe schwankt stark, weil Block zwei und drei unterschiedlich ausgelegt werden. Deshalb sind zwei Betreuungsangebote mit derselben Zahl oft zwei völlig verschiedene Leistungen.

Die Frage vor der Unterschrift

Betrieb. Domain, Hosting, SSL-Zertifikat, E-Mail. Das sind die Kosten, die anfallen, damit die Seite überhaupt erreichbar ist. Bei einer Unternehmenswebsite realistisch 10 bis 60 Euro im Monat, je nach Plattform und Besucherzahl.

Wartung. Aktualisierungen, Sicherheitsprüfungen, Sicherungen, Funktionskontrolle, Behebung von Fehlern. Bei einem Baukasten oder einer gehosteten Plattform fällt ein Teil davon weg, bei einem selbst betriebenen System nicht.

Weiterentwicklung. Neue Seiten, Textänderungen, neue Bilder, Anpassungen an neue Angebote. Das ist der einzige Block, der optional ist, und der, der über die Lebensdauer entscheidet.

Die Summe schwankt stark, weil Block zwei und drei unterschiedlich ausgelegt werden. Deshalb sind zwei Betreuungsangebote mit derselben Zahl oft zwei völlig verschiedene Leistungen.

Was in welchem Paket üblicherweise steckt

50 bis 100 Euro im Monat. Hosting, Sicherungen, Aktualisierungen, Erreichbarkeitsüberwachung. Kleinere Textänderungen meist nach Aufwand. Das reicht für eine Website, die stabil laufen soll und selten geändert wird.

100 bis 250 Euro. Zusätzlich ein festes Kontingent an Änderungen (üblich sind ein bis zwei Stunden im Monat), eine feste Reaktionszeit und ein regelmäßiger Bericht. Das passt für die meisten Mittelständler.

250 bis 400 Euro und mehr. Zusätzlich laufende Optimierung: Ladezeit, Suchmaschinen, Auswertung der Anfragen, monatliche Abstimmung. Das ist Betreuung im eigentlichen Sinn und lohnt sich, wenn die Website ein Vertriebskanal ist.

Darunter wird es selten ernsthaft. Ein Paket für 19 Euro im Monat deckt Hosting ab und sonst nichts, was in Ordnung ist, solange man es weiß.

Der Posten, der fast immer fehlt

In kaum einem Betreuungsvertrag steht, was passiert, wenn die Website ausfällt.

Das ist der Punkt, an dem sich Angebote wirklich unterscheiden. Eine Reaktionszeit von vier Stunden an Werktagen ist etwas anderes als wir melden uns zeitnah. Ein Notfallkontakt ist etwas anderes als eine Support-Adresse.

Drei Fragen klären das:

Wie erfahrt ihr von einem Ausfall? Gibt es eine automatische Überwachung, oder ruft ein Kunde an?

Wie schnell wird reagiert? Innerhalb welcher Zeit, an welchen Tagen, zu welchen Uhrzeiten.

Wie schnell ist eine Sicherung eingespielt? Und wie alt ist die jüngste? Eine tägliche Sicherung bedeutet im Ernstfall bis zu 24 Stunden Datenverlust.

Für ein Unternehmen, das Anfragen über die Website bekommt, ist ein Tag Ausfall teurer als ein Jahr Betreuung.

Was ohne Wartung passiert

Der Gedanke, sich die Wartung zu sparen, ist nachvollziehbar, die Website läuft ja.

Drei Dinge passieren trotzdem.

Sicherheitslücken. Jedes System, das nicht aktualisiert wird, sammelt bekannte Lücken an. Angriffe darauf sind automatisiert und suchen nicht gezielt euch, sondern jede erreichbare veraltete Installation.

Funktionsausfälle. Browser, Zahlungsdienste, Kartendienste und Schnittstellen ändern sich. Was heute funktioniert, funktioniert in zwei Jahren nicht mehr zwingend, und meist merkt es niemand, weil das Kontaktformular still versagt.

Technische Schulden. Je länger nichts aktualisiert wird, desto teurer wird die Aufholjagd. Eine Website, die drei Jahre unberührt lag, lässt sich oft nicht mehr in einem Schritt aktualisieren.

Der typische Verlauf: zwei Jahre gespart, dann ein vierstelliger Betrag für die Wiederherstellung. Die Rechnung geht selten auf.

Was ihr selbst machen könnt

Nicht alles muss extern laufen. Drei Dinge lassen sich intern erledigen, wenn jemand zuständig ist.

Inhalte pflegen. Texte, Bilder, neue Referenzen, aktuelle Öffnungszeiten. Das setzt ein CMS voraus, das ohne Entwickler bedienbar ist, und eine halbe Stunde Einweisung, die zum Projektabschluss gehört.

Kontrollgang. Einmal im Monat: Kontaktformular absenden, Telefonnummer prüfen, zwei Seiten auf dem Handy ansehen, nach 404-Fehlern in der Search Console schauen. Fünfzehn Minuten.

Inhaltliche Aktualität. Preise, Teamfotos, Jahreszahlen, ausgelaufene Angebote. Das sieht nur, wer das Geschäft kennt.

Was nicht intern laufen sollte: Systemaktualisierungen ohne Test, Serverkonfiguration und alles, was ohne Sicherung gemacht wird. Da ist das Risiko größer als die Ersparnis.

Woran man einen fairen Vertrag erkennt

Vier Merkmale.

Er nennt Leistungen, keine Begriffe. Monatliche Aktualisierung aller Systemkomponenten mit vorheriger Sicherung ist eine Leistung. Rundum-Betreuung ist keine.

Er hat eine Kündigungsfrist, die zum Preis passt. Bei monatlicher Zahlung monatlich, bei Jahreszahlung zum Jahresende. Eine 24-monatige Mindestlaufzeit bei einem Standardpaket ist unüblich.

Er klärt, wem was gehört. Domain, Inhalte, Gestaltungsdateien, Zugänge. Im Zweifel: Die Domain sollte auf euch laufen, nicht auf die Agentur. Das ist der Punkt, der bei einem Wechsel am meisten Ärger macht.

Er sagt, was ein Wechsel bedeutet. Bekommt ihr einen Export? In welchem Format? Wer hilft beim Umzug?

Ein Anbieter, der diese vier Punkte offen beantwortet, rechnet nicht damit, dass ihr bleibt, weil ihr nicht weg könnt.

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