Website-Relaunch: Ablauf, Dauer und was intern wirklich anfällt


Kernaussagen
- Ein Relaunch dauert für ein mittelständisches Unternehmen realistisch drei bis fünf Monate. Die Hälfte davon entfällt auf Inhalte.
- Der größte interne Aufwand liegt nicht im Design, sondern in Texten, Bildern und Entscheidungen.
- Projekte verzögern sich fast nie an der Agentur, sondern an unklaren Zuständigkeiten auf Kundenseite.
- Wer vor Projektstart eine Person mit Entscheidungsbefugnis benennt, spart im Schnitt mehrere Wochen.
Die sechs Phasen im Überblick
Ein Website-Relaunch läuft in fast jedem Projekt gleich ab, unabhängig von Größe und Branche. Die Phasen heißen bei jeder Agentur etwas anders, aber inhaltlich sind es diese sechs: Analyse und Ziele, Struktur und Konzept, Inhalte, Design, Umsetzung, Livegang.
Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Wer mit dem Design beginnt, bevor die Struktur steht, gestaltet Seiten, die später wieder wegfallen. Wer Inhalte erst nach dem Design schreibt, presst Texte in Layouts, statt Layouts für Texte zu bauen. Beides passiert häufig und kostet in beiden Fällen Zeit.
Realistisch dauert ein Relaunch für ein Unternehmen mit zehn bis fünfzig Seiten drei bis fünf Monate. Nicht, weil die Arbeit so lange dauert, sondern weil zwischen den Phasen Abstimmungen liegen. Die Nettoarbeitszeit ist deutlich kürzer als die Projektlaufzeit.
Der Punkt, an dem Projekte stehen bleiben
Ein Website-Relaunch läuft in fast jedem Projekt gleich ab, unabhängig von Größe und Branche. Die Phasen heißen bei jeder Agentur etwas anders, aber inhaltlich sind es diese sechs: Analyse und Ziele, Struktur und Konzept, Inhalte, Design, Umsetzung, Livegang.
Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Wer mit dem Design beginnt, bevor die Struktur steht, gestaltet Seiten, die später wieder wegfallen. Wer Inhalte erst nach dem Design schreibt, presst Texte in Layouts, statt Layouts für Texte zu bauen. Beides passiert häufig und kostet in beiden Fällen Zeit.
Realistisch dauert ein Relaunch für ein Unternehmen mit zehn bis fünfzig Seiten drei bis fünf Monate. Nicht, weil die Arbeit so lange dauert, sondern weil zwischen den Phasen Abstimmungen liegen. Die Nettoarbeitszeit ist deutlich kürzer als die Projektlaufzeit.
Phase 1: Analyse und Ziele (eine bis zwei Wochen)
Am Anfang steht die Frage, was die neue Website leisten soll. Nicht „moderner aussehen“, sondern konkret: mehr qualifizierte Anfragen, bessere Auffindbarkeit für bestimmte Suchbegriffe, weniger Rückfragen am Telefon, Entlastung des Vertriebs.
Dazu kommt die Bestandsaufnahme: Welche Seiten bringen heute Besucher? Welche Suchbegriffe funktionieren bereits? Welche Seiten sind Karteileichen? Diese Daten stehen in der Search Console und in der Statistik, und sie verhindern die häufigste Fehlentscheidung im Relaunch, nämlich Seiten zu löschen, die still und leise funktioniert haben.
Dein Aufwand: ein Workshop von zwei bis drei Stunden, Zugänge zu den Analysetools, eine Liste eurer wichtigsten Kundenfragen.
Phase 2: Struktur und Konzept (zwei bis drei Wochen)
Hier entsteht der Seitenbaum: welche Seiten es gibt, wie sie zusammenhängen, was worauf verlinkt. Das ist die Phase, in der sich später entscheidet, ob die Website gefunden wird, denn Struktur ist der Teil von Suchmaschinenoptimierung, den man nicht nachträglich reparieren kann.
Parallel wird geklärt, welche alten URLs es gibt und wohin sie künftig zeigen. Diese Weiterleitungsliste ist der wichtigste Einzelbaustein des ganzen Projekts. Fehlt sie, verliert man beim Livegang Rankings, die über Jahre aufgebaut wurden.
Dein Aufwand: Rückmeldung zum Seitenbaum, Entscheidung über Seiten, die wegfallen. Das sind zwei bis drei Stunden, aber es sind Entscheidungen, die jemand treffen muss.
Phase 3: Inhalte (vier bis acht Wochen), und hier hakt es
Das ist die Phase, die in jeder Projektplanung unterschätzt wird. Texte schreiben, Bilder besorgen, Referenzen freigeben lassen, Personendaten aktualisieren: All das passiert neben dem Tagesgeschäft.
Der typische Verlauf: Die ersten beiden Seiten entstehen schnell, dann kommt ein Kundentermin dazwischen, dann Urlaub, und nach sechs Wochen fehlen immer noch die Leistungsseiten. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern der Normalfall.
Was hilft: Inhalte nicht als Block planen, sondern seitenweise mit festen Terminen. Und früh entscheiden, ob Texte intern entstehen oder extern geschrieben werden. Beides ist in Ordnung, nur die Entscheidung erst in Woche fünf zu treffen, ist es nicht.
Dein Aufwand: der mit Abstand größte. Rechne mit zwanzig bis vierzig Stunden verteilt über mehrere Wochen.
Phase 4 und 5: Design und Umsetzung (vier bis sechs Wochen)
Jetzt entsteht das sichtbare Ergebnis. Üblich sind zunächst ein bis zwei Seiten als Entwurf, an denen die Gestaltungsrichtung entschieden wird. Erst danach werden die restlichen Seiten gebaut.
In dieser Phase ist dein Aufwand vergleichsweise gering, aber er ist terminkritisch: Feedback, das eine Woche liegen bleibt, verschiebt das Projekt um eine Woche. Deshalb lohnt es sich, Feedbackrunden vorher zu terminieren statt sie anzukündigen.
Bewährt hat sich, Rückmeldungen gebündelt und aus einer Hand zu geben. Feedback von fünf Personen mit unterschiedlichen Meinungen kostet mehr Zeit als jede gestalterische Frage.
Dein Aufwand: zwei bis drei Feedbackrunden zu je einer bis zwei Stunden.
Phase 6: Livegang (eine Woche, mit Vor- und Nachlauf)
Der Livegang selbst dauert Minuten. Was Zeit kostet, ist die Absicherung drumherum: Weiterleitungen einrichten und prüfen, Suchmaschinen über die neue Struktur informieren, Formulare testen, rechtliche Seiten kontrollieren, die Statistik sauber übernehmen.
In den zwei Wochen danach gehören die Zahlen täglich angeschaut. Ein Einbruch bei den Aufrufen ist in den ersten Tagen normal. Bleibt er nach zwei Wochen bestehen, stimmt etwas mit den Weiterleitungen nicht, und dann muss es schnell gehen.
Dein Aufwand: Freigabe, Zugänge, und jemand, der in der Woche danach erreichbar ist.
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