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Wie viele Seiten braucht eine Unternehmenswebsite?

Fünf Seiten oder fünfzig? Woran sich der Umfang einer Unternehmenswebsite wirklich bemisst.

Veröffentlicht:

28. September 2026

Aktualisiert:

29. September 2026

4 Min.

Lesezeit

Titelgrafik „Wie viele Seiten braucht deine Website?“ mit BalkendiagrammTitelgrafik „Wie viele Seiten braucht deine Website?“ mit Balkendiagramm

Kernaussagen

  • Die Zahl der Seiten ergibt sich aus dem Angebot, nicht aus einer Empfehlung. Die Formel dafür ist einfach.
  • Ein typischer Mittelständler landet bei zwölf bis zwanzig Seiten, nicht bei fünf und nicht bei hundert.
  • Jede Seite ohne eigene Suchintention ist eine Seite zu viel.
  • Zu wenige Seiten kosten Sichtbarkeit, zu viele kosten Pflegezeit und verwässern die Struktur.

Die Formel

Die Seitenzahl ist keine Geschmacksfrage. Sie ergibt sich aus dem, was ihr verkauft:

6 Grundseiten: Start, Über uns, Referenzen, Kontakt, Impressum, Datenschutz.

+ 1 Seite je Leistung, die sich verkaufen lässt. Drei Leistungen, drei Seiten.

+ 1 Seite je Zielgruppe, die anders angesprochen werden muss. Nur wenn sich Sprache, Beispiele und Argumente wirklich unterscheiden.

+ 1 Seite je Standort mit eigenem Team oder eigenem Einzugsgebiet.

+ Inhaltsseiten: Blog, Glossar, FAQ, je nach Kapazität.

Drei Leistungen, zwei Zielgruppen, ein Standort ergibt: 6 + 3 + 2 + 1 = 12 Seiten. Das ist der Grundstock, vor jedem Inhaltsaufbau.

Die Formel wirkt banal, verhindert aber beide typischen Fehler: die Website aus fünf Seiten, die für nichts rankt, und die aus achtzig, von denen sechzig niemand aufruft.

Die einzige Zahl, die zählt

Die Seitenzahl ist keine Geschmacksfrage. Sie ergibt sich aus dem, was ihr verkauft:

6 Grundseiten: Start, Über uns, Referenzen, Kontakt, Impressum, Datenschutz.

+ 1 Seite je Leistung, die sich verkaufen lässt. Drei Leistungen, drei Seiten.

+ 1 Seite je Zielgruppe, die anders angesprochen werden muss. Nur wenn sich Sprache, Beispiele und Argumente wirklich unterscheiden.

+ 1 Seite je Standort mit eigenem Team oder eigenem Einzugsgebiet.

+ Inhaltsseiten: Blog, Glossar, FAQ, je nach Kapazität.

Drei Leistungen, zwei Zielgruppen, ein Standort ergibt: 6 + 3 + 2 + 1 = 12 Seiten. Das ist der Grundstock, vor jedem Inhaltsaufbau.

Die Formel wirkt banal, verhindert aber beide typischen Fehler: die Website aus fünf Seiten, die für nichts rankt, und die aus achtzig, von denen sechzig niemand aufruft.

Wann eine Seite eine eigene Seite verdient

Der Prüfstein ist die Suchintention. Eine eigene Seite lohnt sich, wenn jemand nach genau diesem Thema sucht und eine vollständige Antwort erwartet.

Eigene Seite: Webdesign, SEO-Betreuung, Corporate Design. Jede hat ein eigenes Suchvolumen, eigene Fragen und eigene Kaufsignale.

Keine eigene Seite: Unsere Werte, Unsere Philosophie, Qualität. Danach sucht niemand. Das sind Absätze auf der Über-uns-Seite, keine Seiten.

Ein zweiter Prüfstein: Könntet ihr diese Seite in einem Gespräch als Antwort auf eine Frage verschicken? Wenn ja, ist sie berechtigt. Wenn nicht, ist sie Selbstdarstellung.

Der dritte: Hat die Seite einen eigenen Titel unter 60 Zeichen, der ein echtes Suchwort enthält? Wenn sich das nicht formulieren lässt, fehlt das Thema.

Was zu wenige Seiten kosten

Die Website aus fünf Seiten ist verbreitet und sieht oft gut aus. Sie hat drei strukturelle Nachteile.

Sie kann nur für wenige Begriffe ranken. Eine Seite rankt gut für ein Thema. Eine Leistungsseite mit fünf Leistungen rankt für keine davon richtig, weil kein Begriff im Titel, in der Überschrift und im Text durchgehend vorkommt.

Sie kann nicht in die Tiefe. Wer alles auf eine Seite packt, muss jedes Thema kurz halten. Genau die Details entscheiden aber im B2B über die Anfrage.

Sie hat nichts zu verlinken. Interne Verlinkung braucht Ziele. Bei fünf Seiten gibt es nichts zu verbinden.

Dazu kommt der Punkt, der seit den KI-Antworten wichtiger geworden ist: Systeme zitieren die Seite, die eine Frage vollständig beantwortet. Eine Sammelseite beantwortet fünf Fragen halb.

Was zu viele Seiten kosten

Das andere Extrem entsteht meist über Jahre: für jede Kampagne eine Seite, für jedes Thema eine Unterseite, alte Landingpages, die nie gelöscht wurden.

Pflegeaufwand. Jede Seite muss aktuell bleiben. Achtzig Seiten heißt achtzig Stellen, an denen eine veraltete Telefonnummer oder ein altes Preisbeispiel stehen kann.

Verwässerte Themen. Wenn drei Seiten dasselbe Thema behandeln, konkurrieren sie in der Suche gegeneinander. Google wählt eine aus, und selten die, die ihr wollt.

Verlorene Klickpfade. Was von der Startseite aus vier Klicks entfernt ist, wird weder gefunden noch gecrawlt.

Ein einfacher Test: Sortiert eure Seiten nach Aufrufen der letzten zwölf Monate. Alles unter zwanzig Aufrufen im Jahr gehört geprüft: zusammenlegen, überarbeiten oder weiterleiten.

Wie man aus vielen Seiten wenige gute macht

Aufräumen ist meist wertvoller als Neubauen. Ein Vorgehen, das funktioniert:

Schritt 1: Alle URLs auflisten, mit Aufrufen und Suchbegriffen aus der Search Console.

Schritt 2: Drei Stapel bilden, nämlich trägt (bringt Besucher oder Anfragen), könnte tragen (gutes Thema, schlechter Text), trägt nicht.

Schritt 3: Der dritte Stapel wird zusammengelegt oder weitergeleitet, nicht gelöscht. Eine 301-Weiterleitung auf die thematisch nächste Seite behält die aufgebaute Sichtbarkeit.

Schritt 4: Der zweite Stapel wird überarbeitet, nicht ersetzt. Eine bestehende URL mit Geschichte ist mehr wert als eine neue.

Wichtig: ersatzlos löschen ohne Weiterleitung ist der einzige Schritt, der wirklich schaden kann. Alles andere lässt sich korrigieren.

Die Struktur, die mitwächst

Wer heute zwölf Seiten hat und in drei Jahren dreißig will, sollte die Ordnung jetzt festlegen.

Drei Ebenen reichen für fast jedes Unternehmen: Startseite, Bereich, Detailseite. Also /leistungen/webdesign statt /leistungen/digital/web/webdesign.

Die URL sollte den Inhalt nennen und sich nicht mehr ändern. Eine URL zu ändern kostet Sichtbarkeit, auch mit Weiterleitung. Deshalb keine Jahreszahlen, keine Kampagnennamen, keine internen Kürzel.

Ein oft übersehener Punkt: Plant von Anfang an, wo Inhalte liegen, die es noch nicht gibt. Wenn der Blog später kommt, sollte /blog heute schon freigehalten sein, und nicht als Unterseite von /aktuelles/news/blog landen.

Das kostet in der Planung eine halbe Stunde und spart später einen Umzug.

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