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Was kostet eine B2B-Website 2026?

Preisspannen, Kostentreiber und ein durchgerechnetes Beispiel für eine B2B-Website.

Published:

28. September 2026

Updated:

29. September 2026

13 Min.

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Glasblöcke mit Euro-Zeichen vor der Jahreszahl 2026Glasblöcke mit Euro-Zeichen vor der Jahreszahl 2026

Key takeaways

  • Eine professionelle B2B-Website liegt je nach Umfang zwischen 8.000 und 60.000 Euro. Die Spanne entsteht durch Inhalte und Funktionen, nicht durch Design.
  • Vier Faktoren treiben den Preis: Anzahl der Seitentypen, Individualität, wer die Texte schreibt, und technische Sonderfälle.
  • Laufende Kosten werden regelmäßig vergessen und machen über drei Jahre oft ein Drittel der Gesamtsumme aus.
  • Ein Festpreis ohne Rückfragen ist kein gutes Zeichen. Wer nicht weiß, wie viele Seitentypen es gibt, kann keinen belastbaren Preis nennen.

Warum Preisangaben ausweichen und was wirklich zählt

Wer nach dem Preis einer Website fragt, bekommt meistens „das kommt darauf an“. Das stimmt sogar, hilft aber niemandem weiter. Denn es kommt auf überschaubar viele Dinge an, und die lassen sich benennen.

Der Grund für die Zurückhaltung ist ein anderer: Eine Zahl ohne Kontext wird zum Maßstab, an dem alles gemessen wird. 15.000 Euro klingen viel, wenn daneben ein Angebot über 3.000 Euro liegt, und wenig, wenn dahinter zwanzig Seiten, fünfzig Texte und eine Migration stecken.

Deshalb steht hier beides: die Spannen und die Faktoren, die dich innerhalb dieser Spannen einordnen. Am Ende dieses Artikels solltest du ein Angebot lesen und einschätzen können, ob es realistisch kalkuliert ist.

Die realistischen Preisspannen

Kleine B2B-Website, 5 bis 8 Seiten, Inhalte vom Kunden: 8.000 bis 15.000 Euro. Individuelles Design auf Basis eines klaren Konzepts, mobil optimiert, Pflege über ein CMS möglich. Der typische Umfang für Dienstleister, Kanzleien und kleinere Unternehmen.

Mittlere Unternehmenswebsite, 12 bis 25 Seiten, Inhalte teilweise begleitet: 18.000 bis 35.000 Euro. Mehrere Leistungsseiten, Referenzbereich, Blog oder Wissensbereich, saubere Struktur für Suchmaschinen. In diesem Bereich liegen die meisten Relaunches im gehobenen Mittelstand.

Große Website mit Sonderfunktionen: ab 40.000 Euro. Mehrsprachigkeit, Anbindung an bestehende Systeme, umfangreiche Datenbestände, Konfiguratoren oder eigene Rechenlogik.

Diese Spannen gelten für Agenturen mit eigenem Konzept, Design und Entwicklung. Freelancer liegen darunter, große Netzwerkagenturen deutlich darüber.

Der Satz, der die Entscheidung erleichtert

Wer nach dem Preis einer Website fragt, bekommt meistens „das kommt darauf an“. Das stimmt sogar, hilft aber niemandem weiter. Denn es kommt auf überschaubar viele Dinge an, und die lassen sich benennen.

Der Grund für die Zurückhaltung ist ein anderer: Eine Zahl ohne Kontext wird zum Maßstab, an dem alles gemessen wird. 15.000 Euro klingen viel, wenn daneben ein Angebot über 3.000 Euro liegt, und wenig, wenn dahinter zwanzig Seiten, fünfzig Texte und eine Migration stecken.

Deshalb steht hier beides: die Spannen und die Faktoren, die dich innerhalb dieser Spannen einordnen. Am Ende dieses Artikels solltest du ein Angebot lesen und einschätzen können, ob es realistisch kalkuliert ist.

Die realistischen Preisspannen

Kleine B2B-Website, 5 bis 8 Seiten, Inhalte vom Kunden: 8.000 bis 15.000 Euro. Individuelles Design auf Basis eines klaren Konzepts, mobil optimiert, Pflege über ein CMS möglich. Der typische Umfang für Dienstleister, Kanzleien und kleinere Unternehmen.

Mittlere Unternehmenswebsite, 12 bis 25 Seiten, Inhalte teilweise begleitet: 18.000 bis 35.000 Euro. Mehrere Leistungsseiten, Referenzbereich, Blog oder Wissensbereich, saubere Struktur für Suchmaschinen. In diesem Bereich liegen die meisten Relaunches im gehobenen Mittelstand.

Große Website mit Sonderfunktionen: ab 40.000 Euro. Mehrsprachigkeit, Anbindung an bestehende Systeme, umfangreiche Datenbestände, Konfiguratoren oder eigene Rechenlogik.

Diese Spannen gelten für Agenturen mit eigenem Konzept, Design und Entwicklung. Freelancer liegen darunter, große Netzwerkagenturen deutlich darüber.

Treiber 1: Seitentypen statt Seitenanzahl

Nicht jede Seite kostet gleich viel. Entscheidend ist, wie viele unterschiedliche Seitentypen es gibt. Zwanzig Referenzseiten nach einem Muster sind deutlich günstiger als fünf Seiten, die alle anders aufgebaut sind.

Die Logik dahinter: Jeder neue Seitentyp bedeutet Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Test. Jede weitere Seite desselben Typs bedeutet nur noch Inhaltspflege. Der erste Referenzeintrag kostet also ein Vielfaches des zwanzigsten.

Eine typische B2B-Website kommt mit fünf bis sieben Seitentypen aus: Startseite, Leistungsseite, Referenzübersicht, Referenzdetail, Über uns, Kontakt, Blogartikel. Wer darüber hinausgeht, sollte für jeden zusätzlichen Typ eine klare Begründung haben.

Was das praktisch bedeutet: Wenn du Kosten senken willst, reduziere nicht die Seitenzahl, sondern die Anzahl der Muster. Und investiere früh in eine saubere Struktur, denn das ist der Punkt, an dem später am meisten Geld hängt.

Treiber 2: Wer schreibt die Texte

Der Posten, der Angebote am stärksten auseinandertreibt, und der in Gesprächen am seltensten sauber geklärt wird.

Kommen die Inhalte vollständig vom Kunden, entfällt ein erheblicher Teil des Aufwands. Kommen sie von der Agentur, kostet eine gut gearbeitete Seite Text je nach Recherchetiefe zwischen 300 und 900 Euro. Bei zwanzig Seiten sind das 6.000 bis 18.000 Euro, oft mehr als das gesamte Design.

Genau hier entstehen die scheinbar unerklärlichen Unterschiede zwischen zwei Angeboten für dasselbe Projekt. Das eine rechnet mit Inhalten vom Kunden, das andere nicht. Beide sind korrekt kalkuliert, nur eben für unterschiedliche Projekte.

Die ehrliche Empfehlung: Fachliche Inhalte intern schreiben lassen, Struktur und Feinschliff extern. Niemand kennt eure Leistungen besser als ihr. Und niemand weiß besser als eine Agentur, in welcher Reihenfolge diese Inhalte auf einer Seite stehen müssen.

Was dabei oft unterschätzt wird: Auch die interne Variante kostet, nur eben Arbeitszeit statt Rechnung. Rechne mit zwei bis vier Stunden pro Seite, inklusive Abstimmung.

Treiber 3: Individualität

Eine Vorlage anzupassen kostet einen Bruchteil einer individuellen Gestaltung. Das ist legitim und für viele Unternehmen richtig, nur sollte man wissen, was man kauft.

Mit einer Vorlage bekommst du ein funktionierendes Layout, das Tausende andere ebenfalls verwenden. Für einen lokal tätigen Dienstleister, dessen Kunden über Empfehlung kommen, reicht das meistens. Für ein Unternehmen, dessen Positionierung sich über Wahrnehmung und Preisniveau definiert, arbeitet es gegen das Geschäftsmodell.

Die Frage ist also nicht „Vorlage oder individuell“, sondern: Wie viel deiner Positionierung läuft über Wahrnehmung? Wenn die Antwort „wenig“ lautet, ist hier der richtige Ort zum Sparen.

Grobe Größenordnung: Vorlage anpassen 1.500 bis 4.000 Euro. Individuelles Design für fünf bis sieben Seitentypen 6.000 bis 15.000 Euro. Der Unterschied steckt in Konzept, Entwurfsrunden und dem, was nicht nach Standard aussieht.

Treiber 4: Technik und Sonderfälle

Alles, was über eine Informationswebsite hinausgeht, kostet zusätzlich, und meistens mehr als erwartet. Die vier häufigsten Posten:

Mehrsprachigkeit: 30 bis 50 Prozent Aufschlag. Nicht wegen der Technik, sondern weil jede Seite doppelt gepflegt werden muss, auch nach dem Launch. Wer zwei Sprachen plant, sollte die laufende Pflege gleich mitkalkulieren.

Anbindung an bestehende Systeme: 2.000 bis 15.000 Euro. CRM, Warenwirtschaft, Buchungssysteme, Produktdatenbanken. Die Spanne hängt fast vollständig davon ab, ob das Zielsystem eine brauchbare Schnittstelle hat.

Migration großer Inhaltsbestände: ab 1.500 Euro. Bei einem Blog mit 200 Beiträgen und uneinheitlicher Struktur deutlich mehr. Hier lohnt es sich, vorher auszumisten statt alles zu übernehmen.

Barrierefreiheit nach BFSG: 10 bis 20 Prozent Aufschlag, wenn von Anfang an mitgedacht. Deutlich mehr, wenn nachträglich. Für viele Unternehmen ist das seit 2025 keine Kür mehr.

Diese Posten gehören ins Briefing, nicht ins Nachtragsangebot.

Die Kosten, die im Angebot fehlen

Fast jedes Angebot beschreibt den Bau. Kaum eines beschreibt den Betrieb. Über drei Jahre macht der Betrieb aber häufig ein Drittel der Gesamtkosten aus.

Hosting: 15 bis 150 Euro im Monat. Abhängig von System und Besucherzahl. Bei gehosteten Baukastensystemen ist das im Abo enthalten, bei selbst betriebenen Systemen kommt es dazu.

Wartung und Updates: 50 bis 300 Euro im Monat. Bei Systemen mit Erweiterungen ist das keine Option, sondern Pflicht: Ein nicht aktualisiertes System ist ein Sicherheitsrisiko.

Inhaltspflege: nach Aufwand. Entweder intern als Arbeitszeit oder extern mit 90 bis 150 Euro pro Stunde. Wer das nicht plant, hat in zwei Jahren wieder eine veraltete Website.

Weiterentwicklung: 2.000 bis 8.000 Euro pro Jahr. Neue Leistungsseiten, zusätzliche Referenzen, saisonale Anpassungen. Eine Website, die nie weiterentwickelt wird, verliert schleichend Sichtbarkeit.

Rechne diese vier Posten in jedes Angebot hinein, bevor du vergleichst. Sonst vergleichst du nicht zwei Websites, sondern zwei unterschiedlich vollständige Rechnungen.

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