Warum deine Seite nicht bei Google auftaucht


Key takeaways
- In den meisten Fällen liegt es an einem von sieben Gründen, und die lassen sich in dieser Reihenfolge abarbeiten.
- Neue Seiten brauchen Tage bis Wochen, bis sie überhaupt aufgenommen werden. Das ist kein Fehler.
- Der häufigste technische Grund ist eine Einstellung, die Suchmaschinen aktiv aussperrt, oft aus der Entwicklungsphase übrig.
- Wer nach dem eigenen Firmennamen gefunden wird, aber nach der Leistung nicht, hat kein Technik-, sondern ein Inhaltsproblem.
Zuerst: die richtige Frage stellen
„Wir sind nicht bei Google“ bedeutet in der Praxis zwei sehr verschiedene Dinge, und sie haben verschiedene Ursachen.
Die Seite ist gar nicht im Index. Sie taucht auch dann nicht auf, wenn man gezielt nach ihr sucht. Das ist fast immer technisch.
Die Seite ist im Index, aber nicht auffindbar. Sie erscheint bei der Suche nach dem Firmennamen, aber nicht bei der Suche nach der Leistung. Das ist fast nie technisch.
Der Test dauert zehn Sekunden: Gib bei Google site:deinedomain.de ein. Kommt eine Ergebnisliste, ist die Seite im Index. Kommt nichts, ist sie es nicht.
Je nach Ergebnis gelten die folgenden Abschnitte: die ersten vier für „nicht im Index“, die letzten drei für „nicht auffindbar“.
Der Test, mit dem du anfängst
„Wir sind nicht bei Google“ bedeutet in der Praxis zwei sehr verschiedene Dinge, und sie haben verschiedene Ursachen.
Die Seite ist gar nicht im Index. Sie taucht auch dann nicht auf, wenn man gezielt nach ihr sucht. Das ist fast immer technisch.
Die Seite ist im Index, aber nicht auffindbar. Sie erscheint bei der Suche nach dem Firmennamen, aber nicht bei der Suche nach der Leistung. Das ist fast nie technisch.
Der Test dauert zehn Sekunden: Gib bei Google site:deinedomain.de ein. Kommt eine Ergebnisliste, ist die Seite im Index. Kommt nichts, ist sie es nicht.
Je nach Ergebnis gelten die folgenden Abschnitte: die ersten vier für „nicht im Index“, die letzten drei für „nicht auffindbar“.
Grund 1: Die Seite ist zu neu
Der häufigste und harmloseste Grund. Eine neue Website oder eine neue Unterseite braucht Zeit, bis Suchmaschinen sie finden, abrufen und aufnehmen. Üblich sind einige Tage bis mehrere Wochen.
Beschleunigen lässt sich das: Richte die Google Search Console ein, reiche deine Sitemap ein und fordere für die wichtigsten Seiten eine Prüfung an. Das ersetzt keine Verlinkung, verkürzt aber die Wartezeit spürbar.
Was zusätzlich hilft: mindestens ein Verweis von einer bereits bekannten Website. Ein Branchenverzeichnis, ein Partnerunternehmen, ein Beitrag in einem Fachmedium. Ohne jeden eingehenden Verweis dauert die Aufnahme deutlich länger.
Grund 2: Die Seite sperrt Suchmaschinen aus
Der häufigste technische Grund, und er stammt meistens aus der Entwicklungsphase. Während des Baus wird die Seite bewusst für Suchmaschinen gesperrt, und beim Livegang vergisst jemand, die Sperre zu entfernen.
Drei Stellen, an denen das passiert:
Die Datei robots.txt. Ruf deinedomain.de/robots.txt auf. Steht dort Disallow: /, ist die gesamte Website gesperrt.
Das Noindex-Kennzeichen. Im Quelltext einer Seite nach noindex suchen. Wenn es da steht, wird die Seite nicht aufgenommen, auch wenn sie erreichbar ist.
Eine Einstellung im System. Viele Systeme haben eine Option wie „Suchmaschinen blockieren“. Sie ist schnell gesetzt und wird selten zurückgesetzt.
Das ist der Punkt, an dem sich der größte Schaden mit dem kleinsten Aufwand beheben lässt.
Grund 3 und 4: Weiterleitungen und Duplikate
Fehlende Weiterleitungen nach einem Relaunch. Wenn sich URLs geändert haben und die alten nicht auf die neuen zeigen, verlierst du die gesamte aufgebaute Sichtbarkeit. Die alten Adressen liefern einen Fehler, die neuen sind unbekannt. Das ist der teuerste vermeidbare Fehler im gesamten Relaunch.
Prüfen lässt sich das in der Search Console unter den Abdeckungsberichten. Dort tauchen Fehler auf, sobald Suchmaschinen die alten Adressen erneut abrufen.
Dieselbe Seite unter mehreren Adressen. Mit und ohne www, mit und ohne https, mit und ohne Schrägstrich am Ende. Technisch sind das verschiedene Adressen. Wenn nicht klar ist, welche die gültige ist, verteilt sich die Stärke auf mehrere Varianten, statt sich auf einer zu sammeln.
Die Lösung ist in beiden Fällen dieselbe: eine eindeutige Zieladresse, alles andere leitet dorthin weiter.
Grund 5 und 6: Der Inhalt passt nicht zur Suche
Ab hier geht es um Seiten, die im Index sind, aber nicht gefunden werden.
Die Seite beantwortet eine andere Frage. Wer nach „Prüfanlagen für Zulieferer“ sucht und auf eine Seite kommt, die „Unsere Kompetenzen“ heißt und allgemein über Qualität spricht, hat nicht gefunden, was er suchte. Suchmaschinen erkennen das, nicht am Text allein, sondern am Verhalten der Besucher.
Der Abgleich ist einfach: Such deinen Zielbegriff und sieh dir die ersten fünf Ergebnisse an. Welche Fragen beantworten sie? Beantwortet deine Seite dieselben Fragen, oder redet sie über etwas anderes?
Der Suchbegriff ist zu umkämpft. Eine neue Website wird nicht für „Webdesign“ ranken. Sie kann aber sehr wohl für „Prüfanlagen für Automobilzulieferer“ ranken. Je spezifischer der Begriff, desto realistischer das Ziel, und desto qualifizierter die Besucher.
Das ist keine Notlösung, sondern die bessere Strategie: Zehn spezifische Begriffe mit je zwanzig Suchanfragen bringen mehr Aufträge als ein allgemeiner Begriff, bei dem man auf Seite vier steht.
Grund 7: Es gibt keine Signale von außen
Selbst eine technisch einwandfreie Seite mit passendem Inhalt braucht Hinweise darauf, dass sie relevant ist. Diese Hinweise kommen von anderen Websites.
Das bedeutet nicht, dass du Verlinkungen kaufen sollst, das schadet eher. Es bedeutet, dass die naheliegenden Quellen genutzt sein sollten: Branchenverzeichnisse, Verbandsmitgliedschaften, Partnerseiten, Lieferantenlisten, das Unternehmensprofil bei Google, Fachmedien, in denen ihr ohnehin vorkommt.
Das ist mühsame, unspektakuläre Arbeit. Sie ist aber bei den meisten Unternehmen der Punkt mit dem größten ungenutzten Potenzial, einfach weil sich nie jemand systematisch darum gekümmert hat.
Die Reihenfolge zum Abarbeiten: erst Index prüfen, dann Sperren, dann Weiterleitungen, dann Duplikate, dann Inhalt, dann Suchbegriffe, dann Verweise. In dieser Reihenfolge findest du die Ursache am schnellsten.
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