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Corporate Website: Aufbau, Seitenstruktur und Pflichtseiten

Seitenbaum, Pflichtseiten und die Logik dahinter: der Aufbau einer Corporate Website.

Published:

28. September 2026

Updated:

29. September 2026

4 Min.

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Glastafeln mit Symbolen für Startseite, Seitenstruktur und RechtlichesGlastafeln mit Symbolen für Startseite, Seitenstruktur und Rechtliches

Key takeaways

  • Eine Corporate Website braucht sechs Seitentypen. Alles darüber hinaus ist Ausbau, nicht Fundament.
  • Die Reihenfolge der Startseite entscheidet mehr über Anfragen als jedes einzelne Element darauf.
  • Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht, Barrierefreiheit wird es für viele Unternehmen gerade.
  • Leistungsseiten sind der Unterschied zwischen einer Visitenkarte und einer Website, die Anfragen bringt.

Die sechs Seitentypen, die eine Corporate Website braucht

Startseite. Sie beantwortet in den ersten drei Sekunden: Was macht ihr, für wen, und warum ihr. Sie ist keine Übersicht über das Unternehmen, sondern eine Weiche.

Leistungsseiten. Eine pro Angebot, nicht eine für alle. Das ist der wichtigste Punkt und der, an dem die meisten sparen.

Referenzen oder Projekte. Beweis statt Behauptung. Zwei ausführliche Fälle wirken stärker als zwanzig Logos.

Über uns. Im B2B eine der meistbesuchten Seiten, weil Menschen wissen wollen, mit wem sie es zu tun bekommen.

Kontakt. Mehr als ein Formular: Ansprechpartner, Erreichbarkeit, was nach dem Absenden passiert.

Rechtliches. Impressum und Datenschutzerklärung, beide aus jeder Seite erreichbar.

Blog, Karriere, FAQ und Glossar sind sinnvoll, aber Ausbau. Ohne die sechs oben funktioniert keiner davon.

Der Test für die Startseite

Startseite. Sie beantwortet in den ersten drei Sekunden: Was macht ihr, für wen, und warum ihr. Sie ist keine Übersicht über das Unternehmen, sondern eine Weiche.

Leistungsseiten. Eine pro Angebot, nicht eine für alle. Das ist der wichtigste Punkt und der, an dem die meisten sparen.

Referenzen oder Projekte. Beweis statt Behauptung. Zwei ausführliche Fälle wirken stärker als zwanzig Logos.

Über uns. Im B2B eine der meistbesuchten Seiten, weil Menschen wissen wollen, mit wem sie es zu tun bekommen.

Kontakt. Mehr als ein Formular: Ansprechpartner, Erreichbarkeit, was nach dem Absenden passiert.

Rechtliches. Impressum und Datenschutzerklärung, beide aus jeder Seite erreichbar.

Blog, Karriere, FAQ und Glossar sind sinnvoll, aber Ausbau. Ohne die sechs oben funktioniert keiner davon.

Die Reihenfolge auf der Startseite

Die Reihenfolge entscheidet über mehr als die Gestaltung. Eine Abfolge, die in der Praxis trägt:

1. Was und für wen. Ein Satz, der ohne Vorwissen verständlich ist. Keine Metapher, kein Anspruch, eine Aussage.

2. Das Problem. Der Besucher soll sich wiedererkennen, bevor er von euch liest.

3. Die Leistungen. Drei bis fünf, jede mit einem Satz und einem Link auf die eigene Seite.

4. Der Beweis. Referenzen, Zahlen, Auszeichnungen, Logos.

5. Der Ablauf. Wie eine Zusammenarbeit aussieht. Nimmt die Unsicherheit vor dem ersten Kontakt.

6. Das Team oder der Gründer. Ein Gesicht.

7. Die Handlungsaufforderung. Einmal, klar, ohne Alternativen daneben.

Der häufigste Fehler ist, mit dem Unternehmen zu beginnen statt mit dem Besucher. Seit 1998 am Markt ist eine Information, kein Einstieg.

Warum Leistungsseiten den Unterschied machen

Eine Website mit einer Seite Leistungen und einer Aufzählung darauf kann drei Dinge nicht: bei den Suchbegriffen ranken, mit denen Menschen nach der einzelnen Leistung suchen, diese Leistung ausführlich erklären, und einen Beweis liefern, der zu genau dieser Leistung passt.

Eine eigene Seite pro Angebot löst alle drei Punkte. Sie beantwortet: Was genau ist das? Für wen ist es? Wie läuft es ab? Was kostet es ungefähr? Wer hat das schon bekommen? Was ist der nächste Schritt?

Das ist auch der Grund, warum generative Systeme Leistungsseiten bevorzugt zitieren: Sie beantworten eine konkrete Frage an einem Ort, statt sie über die Website zu verteilen.

Faustregel: Wenn ihr für eine Leistung ein Angebot schreiben könnt, verdient sie eine Seite.

Die Pflichtseiten und was hineingehört

Impressum. Nach § 5 DDG für geschäftsmäßige Websites verpflichtend: vollständiger Name und Anschrift, Rechtsform, Vertretungsberechtigte, Kontaktdaten inklusive E-Mail, Registereintrag, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, bei reglementierten Berufen die Kammer.

Datenschutzerklärung. Nach Art. 13 DSGVO: welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden, auf welcher Rechtsgrundlage, wie lange, an wen sie weitergegeben werden, welche Rechte Betroffene haben. Sie muss zu dem passen, was die Seite tatsächlich tut. Eine Vorlage, die Dienste nennt, die ihr nicht nutzt, ist so falsch wie eine, die welche verschweigt.

Barrierefreiheit. Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es trifft nicht jede Website, aber mehr als die meisten annehmen.

Beide Pflichtseiten gehören in den Footer und damit auf jede Unterseite. Für die inhaltliche Prüfung im Einzelfall ist ein Fachanwalt zuständig. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

Wie die Seiten zusammenhängen sollten

Eine Website ist kein Stapel Seiten, sondern ein Wegenetz. Drei Regeln halten es in Ordnung.

Jede Seite ist in höchstens drei Klicks von der Startseite erreichbar. Was tiefer liegt, wird selten gefunden, von Menschen wie von Suchmaschinen.

Jede Leistungsseite verlinkt auf mindestens eine passende Referenz und umgekehrt. Das ist die wirksamste interne Verlinkung, die es gibt, und sie kostet nichts.

Jede inhaltliche Seite hat genau einen nächsten Schritt. Nicht drei gleichwertige Knöpfe, sondern einen naheliegenden.

Dazu ein Punkt, der oft vergessen wird: Die Navigation sollte die Begriffe der Kunden verwenden, nicht die des Unternehmens. Lösungen ist ein internes Wort. Was wir machen versteht jeder.

Was man am Anfang weglassen kann

Nicht jede Seite, die üblich ist, verdient den Aufwand.

Ein Blog ohne Redaktionsplan ist schlechter als kein Blog. Drei Beiträge aus dem letzten Jahr wirken wie ein aufgegebenes Projekt.

Eine Newsseite für Meldungen, die niemanden außerhalb des Unternehmens interessieren, kostet Pflegezeit ohne Gegenwert.

Eine Karriereseite ohne offene Stellen: Ein Satz auf der Über-uns-Seite reicht, bis wirklich gesucht wird.

Eine FAQ-Seite als Ablage für alles, was auf den Leistungsseiten fehlt. Fragen gehören dorthin, wo sie entstehen.

Die bessere Reihenfolge: erst die sechs Grundseiten wirklich gut, dann ausbauen. Eine Website mit sechs überzeugenden Seiten schlägt eine mit dreißig mittelmäßigen, bei Besuchern und in der Suche.

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